Ideenwettbewerb für Neue Mitte Tempelhof am Geld gescheitert

Für Tempelhofs alte Mitte rund ums Rathaus sollten neue Ideen gesucht werden. Ein vorgesehener Wettbewerb ist im Moment aber nicht bezahlbar.
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Tempelhof. Wie berichtet, hat die BVV Anfang des Jahres unter dem Titel "Neue Mitte Tempelhof" die Umgestaltung beziehungsweise Aufwertung der Flächen rund um das Rathaus Tempelhof beschlossen. Ein städtebaulicher Ideenwettbewerb sollte Details klären und die alte Mitte Tempelhofs neu definieren.

Im April sollte dem Ausschuss für Stadtentwicklung als erster Schritt ein detaillierter Ablaufplan mit Darstellung aller Verfahrensschritte des Wettbewerbs vorgelegt werden. Daraus ist nichts geworden und wird vorläufig wohl auch nichts werden. Im Mai hat das Bezirksamt dem Bezirksparlament lediglich zur Kenntnisnahme mitgeteilt, dass ein Wettbewerbsverfahren in dieser flächenmäßigen Größenordnung nach erster Einschätzung 100 000 bis 200 000 Euro kosten würde, die Mittel für das laufende Jahr jedoch bereits ausgeschöpft beziehungsweise verplant sind.

Nach Angaben der Stadträtin für Stadtentwicklung, Sibyll Klotz (Grüne), ist dem Bezirksamt von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung beziehungsweise vom zuständigen Referatsleiter zwar die grundsätzliche Bereitschaft zur Durchführung eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs signalisiert worden, aber eine abschließende Entscheidung gibt es noch nicht. Jedoch befinde man sich weiterhin in Abstimmung über die Rahmenbedingungen des von der BVV geforderten Wettbewerbs, teilt Klotz mit und verspricht: "Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, wird der BVV berichtet werden."

Das kann erfahrungsgemäß dauern. In diesem Jahr dürfte sicher nichts mehr aus der Ausschreibung werden. Wie die Berliner Woche berichtete, sollte sich der Wettbewerb um die Nutzung und Gestaltung des Bereichs rund um das Rathaus Tempelhof drehen. Dazu gehören Parkplätze, die Stadtbibliothek, Polizei, Schwimmbad sowie die weiteren öffentliche Flächen zwischen Tempelhofer Damm, Götz-, Albrecht- und Felixstraße. Das Umfeld des Rathauses, insbesondere der Tempelhofer Damm würde überkommen wirken und nicht mehr der Zentralität und Bedeutung für den Ortsteil noch des Bezirks entsprechen, so der Tenor der Begründung des von der SPD-Fraktion in die BVV eingebrachten Antrags.

Gefordert werden unter anderem ein dem Standort angemessener Ausbau der kommunalen Zentrumsfunktion für die Bürger sowie die Einrichtung von Räumen für Begegnungen und Veranstaltungen.

Horst-Dieter Keitel / hdk
Autor:

Horst-Dieter Keitel aus Tempelhof

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