Rund 30 Stunden ohne Strom
Energieausfall am 19. Februar traf mehrere Ortsteile des Bezirks hart

Für rund 30 Stunden waren Teile des Bezirks Treptow-Köpenick ohne Strom.

Am 19. Februar punkt 14.10 Uhr gingen auch im Köpenicker Rathaus die Lichter und Computerbildschirme aus. Kurz nacheinander hatten Bauarbeiter auf der nicht weit entfernten Baustelle der Allende-Brücke zwei 110-Kilovolt-Kabel der Vattenfall-Tochter Stromnetz Berlin mit einem Bohrer zerstört. Damit blieben das Umspannwerk Landjägerstraße am Rand der Köpenicker Altstadt und mit ihm rund 34 000 Verbraucher ohne Strom. Mit weitreichenden Folgen. Im Allendeviertel mussten Bewohner aus Fahrstühlen befreit werden. In den DRK-Kliniken Köpenick und im Krankenhaus Hedwigshöhe sprangen die Notstromaggregate an. Aus Sicherheitsgründen wurden jedoch die Notaufnahmen stillgelegt und die Patienten der Intensivstationen mit Feuerwehr und Krankentransport in andere Kliniken verlegt. Das Notstromaggregat der DRK-Kliniken fiel später noch aus. Das THW musste zu Hilfe eilen. Straßenbahnen standen still und mussten weggeschleppt werden.

Betroffen vom Stromausfall waren die gesamte Altstadt, Wendenschloß, Müggelheim, Grünau, Schmöckwitz und Bohnsdorf. Am Mittwoch blieben 18 Schulen geschlossen. In der Turnhalle der Archenhold-Oberschule wurde vom DRK eine beheizte Notunterkunft eingerichtet. Denn fast alle der betroffenen 34 000 Stromkunden hatten auch keine Heizung. Selbst Gasheizungen funktionieren ohne Strom für die Umwälzpumpen nicht.

Das Bezirksamt hatte sofort seinen Katastrophenschutzstab einberufen, Bürgermeister Oliver Igel (SPD) übernahm die Leitung. „Viele Dienststellen des Bezirks konnten nicht arbeiten. Selbst wenn die Abteilung außerhalb des betroffenen Gebiets lag, funktionierte wegen Ausfall der Server die Kommunikation mit Computer nicht mehr. Wir haben Infomaterialien gedruckt und Mitarbeiter zu allen Abteilungen des Bezirksamts geschickt, damit dort Informationen für Bürger zur Verfügung stehen. Die Mitarbeiter des Bürgeramts waren vor Ort, und standen am Rathaus den Bürgern für alle Fragen zur Verfügung“, berichtet Oliver Igel. Nach seinen Informationen ist während des Stromausfalls kein Mensch zu Schaden gekommen. Das Konzept, sofort mobile Anlaufstellen von Feuerwehr und Polizei einzurichten, habe sich bewährt. Erst am 20. Februar gegen 21 Uhr waren die Reparaturarbeiten beendet.

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