Fähren haben eine Zukunft
Senat beschließt Nahverkehrsplan bis 2023

Bis 2023 ist der Fortbestand der Fähre F 11 über die Spree bei Baumschulenweg erst einmal gesichert.
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Zumindest in den nächsten vier Jahren kann man sich weiterhin mit der Fähre nach Baumschulenweg oder mit dem Ruderboot auf BVG-Ticket ins Fischerdorf Rahnsdorf bringen lassen. Alle Fährlinien in Wannsee und im Südosten der Stadt sind gesichert.

Grundlage ist der Ende Februar durch den Senat verabschiedete Nahverkehrsplan 2019-2023 der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Auf zwei der 385 Seiten wird der Fortbestand der Fähren geplant. Für die nach der Freigabe der Minna-Todenhagen-Brücke im Bestand bedrohte F 11 zwischen Oberschöneweide/Wilhelmstrand und Baumschulenweg ist ein Zehn- bis 20-Minutentakt und ein Ganzjahresbetrieb festgelegt. „Die Fertigstellung der Brücke über die Spree ermöglichte die Einrichtung einer neuen Buslinie. Inzwischen zeigte sich, dass die Fähre von den Fahrgästen weiterhin gut frequentiert wird und ein paralleler Betrieb mit Blick auf wünschenswerte Naherholung und Radverkehr in Berlin vertretbar ist“, schreiben die Planer. Für die F 24 in Rahnsdorf, eine der letzten Ruderfähren in Deutschland, ist weiterhin der Saisonbetrieb an Wochenenden und Feiertagen von Mai bis Oktober vorgesehen. Für diese Fähre wird die fehlende Barrierefreiheit akzeptiert, weil eine entsprechende Umrüstung als nicht möglich angesehen wird. Ruderfähre und F 11 existieren übrigens nur noch, weil sich Bürgerinitiativen für den Fortbestand eingesetzt und Unterschriften gesammelt hatten (Berliner Woche berichtete mehrfach).

Für die als Saisonfähre zwischen Schmöckwitz und Krampenburg verkehrende F 21 soll sogar eine Verlängerung geprüft werden. Die könnte nach Auffassung der Planer künftig in Alt-Müggelheim enden und dort die Anbindung an die Buslinie X 69 herstellen. Für einen Fähranleger müsste der Bezirk sorgen.

Außerdem könnte es aus Gründen der Barrierefreiheit im Bereich des Friedrichshagener Spreetunnels eine Fähre geben, die außerhalb des öffentlichen Personennahverkehrs durch den Eigner des Tunnels, das ist die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, zu betreiben wäre. Die Herausnahme aus dem Nahverkehrsangebot würde aber auch bedeuten, dass dort das VBB-Ticket keine Geltung hätte. Konkrete Vorstellungen für die Umsetzung werden aber nicht genannt.

Gute Nachrichten gibt es auch für die S-Bahnnutzer. Hier sollen mit dem Einsatz der neuen Fahrzeuge auf dem Ring ab 2021 auf den Linien S 41 und S 42 tagsüber durchgehend Acht-Wagen-Züge verkehren. Außerdem soll eine Ausweitung des Fünf-Minuten-Takts auf das Wochenende geprüft werden. Taktverdichtungen soll es auch im Straßenbahnnetz geben. So sehen die Planungen einen Zehnminutentakt für die Linien 27 zwischen Friedrichsfelde Ost und FEZ, für die Linie 60 zwischen Schöneweide und FEZ und für die Linie 68 zwischen Bahnhof Köpenick und Grünau vor. Für die Linien 62 und 63 ist auf Teilen der Strecke auch sonnabends ein Zehn-Minuten-Takt geplant.

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