Schule oder Gesundheitscampus?
Machbarkeitsstudie für einstiges Kinderkrankenhaus Weißensee soll Klarheit bringen

Auf dem Gelände des früheren Kinderkrankenhauses in der Hansastraße 178/180 soll eine Gemeinschaftsschule entstehen.

Diesen Beschluss fassten die Pankower Verordneten Ende vergangenen Jahres, als klar war, dass die Immobilie nach langem juristischem Tauziehen wieder an das Land zurückgeht. Inzwischen stehe die Rückübertragung des Grundstückes an die landeseigene Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) unmittelbar bevor, sagt Schulstadtrat Torsten Kühne. Und im zuständigen Portfolioausschuss der Senatsverwaltung für Finanzen habe sich der Bezirk eindeutig für den Bau einer Schule auf dem Gelände ausgesprochen. Mit ihr soll die Schulplatzversorgung in Weißensee und Heinersdorf gewährleistet werden, so der Stadtrat.

Das einstige Kinderkrankenhaus ist ein Bau- und Gartendenkmal. Daher sind die Bauflächen knapp und Teile der Schule müssen in den vorhandenen Gebäuden geplant werden. Im Rahmen eines denkmalschutzrechtlichen Gutachtens werde derzeit ermittelt, welche Gebäude erhaltenswert sind, so Kühne. In Absprache mit Senat und BIM wurde vereinbart, eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung des Areals durch den Bezirk erstellen zu lassen. In dieser soll dann geprüft werden, inwieweit sich die Immobilie für eine Gemeinschaftsschule – die Vorzugsvariante des Bezirks – beziehungsweise alternativ für eine Sekundarschule mit integrierter gymnasialer Oberstufe sowie für eine Kita eignet.

Auch die Eignung für Wohnungsbau oder ein Gesundheitszentrum wird geprüft. Da es sich um ein Denkmal handelt, muss die Untere Denkmalschutzbehörde mit einbezogen werden. Über die endgültige Nutzung des Areals muss am Ende der Portfolioausschuss entscheiden.

Derzeit wartet das Pankower Stadtentwicklungsamt noch auf eine Rückmeldung aus der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung. Diese präferiert nach wie vor einen Gesundheitscampus auf dem einstigen Krankenhausgelände. Bleibt sie dabei, muss dies auch im Rahmen der Machbarkeitsstudie geprüft werden. Solange die Machbarkeitsstudie noch nicht vorliege, ließen sich auch „hinsichtlich der Zeitplanung und der Realisierungsperspektive noch keine genauen Angaben machen“, so der Stadtrat.

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