Mutter und Sohn beschreiten einen neuen Weg
Malen lernen mit Videos aus dem Atelier Klemke

Künstlerin Christine Klemke und ihr Sohn Gregor haben gerade ihr 14. YouTube-Video mit einer Zeichenanleitung für Kinder veröffentlicht.
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  • Künstlerin Christine Klemke und ihr Sohn Gregor haben gerade ihr 14. YouTube-Video mit einer Zeichenanleitung für Kinder veröffentlicht.
  • Foto: Bernd Wähner
  • hochgeladen von Simone Gogol-Grützner

Christine Klemke ist Grafikerin und Malerin mit Leib und Seele. Seit vielen Jahren gibt sie ihr Wissen und Können im Kunstunterricht an Grundschulen sowie in Kursen und Workshops im "Atelier Prof. Werner Klemke" weiter. Nun ist sie auch auf einem eigenen YouTube-Kanal zu erleben.

Auf diesem gibt sie Kindern per Video unterhaltsam und humorvoll Anleitungen zum Zeichnen von Motiven wie Pferden, Piraten, Schatzkisten, Baggern oder auch von Gesichtern. Damit die Videos auch ihre Zielgruppe ansprechen, erhält sie professionelle Unterstützung von ihrem Sohn Gregor Werner Klemke. Er führt Regie, schneidet das Filmmaterial, ergänzt es und unterlegt es mit Musik. Unterstützt werden die Klemkes von Silke Scholz als Kamerafrau.

Christine Klemke ist das künstlerische Talent bereits in die Wiege gelegt worden. Ihr Vater war der berühmte Grafiker Professor Werner Klemke (1917 bis 1994). Sie studierte an der Kunsthochschule Weißensee und schloss als Diplom-Grafikerin ab. Seit 1978 arbeitet sie als freiberufliche Grafikerin, Illustratorin und Malerin. Dank der Unterstützung der Wohnungsbaugesellschaft Gesobau eröffnete sie 2006 in der Remise an der Tassostraße 21 das "Atelier Prof. Werner Klemke". In diesem bietet sie seitdem Kurse für Kinder sowie für Erwachsene an. Und an einigen festgelegten Sonnabenden sind dann Familien zum gemeinsamen Malen unter Anleitung willkommen.

Eine eigner Youtube-Kanal

Was viele Jahre bestens lief, fand durch den Shutdown im März von einem zum anderen Tag ein jähes Ende. „Meine Kursteilnehmer sind immer mit viel Begeisterung dabei“, sagt die Künstlerin. „Deshalb wollte ich den Kontakt zu ihnen nicht abreißen lassen.“ So entstand in der Familie Klemke die Idee, die Kursteilnehmer mit Anleitungsvideos zu versorgen. „Zuerst haben wir die Videos über WhatsApp an die Kinder verschickt“, berichtet Christine Klemke. Doch dann wagte sich die Künstlerin mit Unterstützung ihres Sohnes an YouTube-Produktionen für einen eigenen Videokanal.

Gregor W. Klemke studiert European Management im Masterstudiengang. Der 33-Jährige absolvierte bereits mehrere Praktika bei Radiosendern. Um seine Mutter zu unterstützen, brach er die Fertigstellung seiner Masterarbeit ab. „Mama hat mich über all die Jahre unterstützt. Nun möchte ich ihr etwas zurückgeben und ihr bei ihrer Arbeit helfen“, begründet er sein Engagement für das Videoprojekt.

„Eigentlich hat er die meiste Arbeit“, gesteht die Künstlerin. „Wenn ich fünf Stunden brauche, um zu erklären und zu zeigen, wie ein Bild gemalt wird, dann braucht er nach der Filmaufnahme etwa eine Woche, um aus dem Rohmaterial ein tolles, ansprechendes Video zu produzieren.“

Videos für Kinder kostenfrei

Die Videos entstehen altersgruppengerecht. Für Kinder sind sie zwischen zehn bis zwanzig Minuten lang, für Erwachsene bis zu eine Stunde, je nach Motiv auch länger. „Das Erwachsenen-Video zum Malen eines Blumenstraußes ist sogar anderthalb Stunden lang“, berichtet Christine Klemke. „Da gibt es für jedes Detail eine extra Anleitung, sodass wirklich ein tolles Bild entstehen kann.“

Die Videos für Kinder, von denen es bereits 14 in der Reihe „Malen, Lachen, Lernen“ gibt, sind kostenfrei von jedermann auf dem YouTube-Kanal unter https://bwurl.de/15cu zu finden. Die Videos für Erwachsene sind indes aufwendiger und beinhalten jeweils eine detaillierte Anleitung zum Malen eines bestimmten Motivs. Daher werden sie nur angemeldeten Teilnehmern von Kursen gegen Zahlung der üblichen Kursgebühr zur Verfügung gestellt.

Wichtig ist den Klemkes, dass in den Videos das Spontane, Berlinerische herüberkommt. „Es soll eine humorvolle Anleitung zum Malen sein“, sagt Gregor W. Klemke. „Und auch Werte möchten wir vermitteln, zum Beispiel zum Umweltschutz und der Müllvermeidung“, ergänzt Christine Klemke.

Was coronabedingt begann, möchte das Mutter-Sohn-Team weiterführen, auch wenn Kurse im Atelier irgendwann wieder möglich sind. „Ich werde nicht mehr ewig vor Kindern stehen und über Stunden unterrichten können“, sagt die Künstlerin, die im kommenden Jahr 70 Jahre alt wird. „Aber mit solchen Videos kann ich mein Wissen dann immer noch weitergeben. Und die produzierten Filme bleiben ja im Internet erhalten.“

Mehr zu Christine Klemke und ihre Videoprojekte ist auch auf ihrer neu gestalteten Internetseite www.atelier-klemke.de/atelier.html zu erfahren.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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