Besondere Wiederverwertung
Aus ehemaligen Flüchtlingscontainern wird ein Schulgebäude

Bis zum kommenden Schuljahr soll der sogenannte Spandauer Würfel für den Unterrichtsbetrieb fertig sein.
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Am 25. November fand auf dem Gelände der Schule an der Haveldüne am Sandheideweg der erste Spatenstich für einen sogenannten Spandauer Würfel statt.

Aus insgesamt 60 Wohncontainern, in denen einst Geflüchtete untergebracht waren, entsteht hier ein neues Schulgebäude. Es ist eine weitere Variante der so bezeichneten Schulbauoffensive, die hier zum ersten Mal Anwendung findet. Das Gebäude wird zwar nicht auf Dauer hier stehen bleiben, zumindest aber für mehrere Jahre. In dieser Zeit soll der Spandauer Würfel wichtige Erkenntnisse liefern, ob und in welcher Größenordnung er zum Abbau des Schulraummangels beitragen kann.

Geplant und umgesetzt wird das Pilotprojekt vom Berliner Immobilienmanagement (BIM). Die Container gehörten als Gemeinschaftsräume zur ehemaligen Flüchtlingsunterkunft in der Gerlinger Straße in Neukölln. Wegen Wohnungsbaus musste der Standort aufgegeben werden. Die Container wurden in der Wupperstraße in Lichtenberg zwischengelagert. Dort werden sie jetzt abgebaut und bis März 2022 nach und nach zur Schule an der Haveldüne gebracht.

Bevor es zum ersten Spatenstich kommen konnte, waren umfangreiche Detailplanungen notwendig. Eine Frage war dabei, wie aus bisher eingeschossigen Wohngebäuden eine Schule mit drei Etagen entstehen kann. Dabei ging es nicht nur um die Statik, sondern zum Beispiel auch um den Brandschutz. Gerade aus solchen Pilotprojekten lasse sich aber viel lernen, erklärte Ines Romahn, Bereichsleiterin im Baumanagement der BIM. Sie sieht in dem Vorhaben wie auch Spandaus Schulstadtrat Frank Bewig (CDU) einen Beitrag zur nachhaltigen Wiederverwertung bereits vorhandener Ressourcen, in diesem Fall Container.

Vor Ort werden die Einzelteile zusammengefügt. Danach erfolgt der Innenausbau. Ab dem kommenden Schuljahr sollen sie genutzt werden. Der Ergänzungsbau bietet Platz für bis zu 100 Schülerinnen und Schüler. Die Gesamtkosten liegen bei rund 2,2 Millionen Euro angegeben.

Bis zum kommenden Schuljahr soll der sogenannte Spandauer Würfel für den Unterrichtsbetrieb fertig sein.
Ines Romahn, Frank Bewig und Anett Burow, Rektorin der Schule an der Haveldüne (von links) beim ersten Spatenstich.
Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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