Einziehen und losleben: Studenten beziehen Wohnheim der FDS-Stiftung

Kurzfristig beworben und eine Wohnung ergattert hat Syrine Benturkia aus Tunesien.
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Pünktlich zum Semesterstart Mitte März ist das Studentenwohnheim in der Kaiserin-Augusta-Allee fertig geworden. 200 von insgesamt 296 Bewohnern bezogen am 1. März ihre neue Bleibe. Das Haus ist komplett ausgebucht.

Die Tunesierin Syrine Benturkia ist glücklich. Erst im Februar hat sich die Studentin des Wirtschaftsingenieurwesens als Mieterin für ein „SMARTment“ – so nennt der Betreiber FDS seine durchschnittlich 20 Quadratmeter großen Apartments - beworben und bekommen. „Ich habe weit weg gewohnt und jetzt bin ich sehr nah an der Uni dran. Und meine Wohnung gefällt mir gut, obwohl sie sehr deutsch ist“, sagt sie. Wie alle Studenten und Auszubildenden, die an diesem ersten Tag ihren Schlüssel in Empfang nehmen, hat auch sie ein Dauergrinsen im Gesicht. Weil es eben in Berlin nicht einfach ist, eine temporäre und kostengünstige Unterkunft zu finden.

Mit „deutsch“ meint Benturkia sicher die strukturierte Bauweise, in der sich in den beiden Bauten an der Grenze zwischen Charlottenburg und Moabit unspektakulär Apartment an Apartment reiht. Das ermöglichte aber auch ihre enorm schnelle Errichtung. In nur eineinhalb Jahren hat der Projektentwickler GBI AG das alte Gewerbe auf dem Grundstück abgerissen und das Wohnheim hochgezogen. „Die Bauweise ist eben einfach“, sagt Michael Blind von der gemeinnützigen FDS-Stiftung, die mit dem 1. März das Kommando übernommen hat und den Studenten bei ihrem Einzug von einem persönlichen Guide helfen lässt. Die FDS-Stiftung ist seit den 70er-Jahren als Betreiber von studentischen Wohnanlagen tätig, die Anlage in der Kaiserin-Augusta-Allee ist bundesweit die 14. ihrer Art.

„Einziehen und losleben“ lautet das Motto. Die Wohnungen sind komplett eingerichtet. Luise Scherp aus der Nähe von Kassel lässt sich in die Feinheiten der Technik einführen, hält den Chip ihres Schlüsselbundes an den Türknauf ihres Apartments im Erdgeschoss. „Sehr schön“, sagt sie, als sie das Inventar inspiziert. Eine kleine Küchenzeile mit Mikrowelle, Schränke, ein Schreibtisch und reichlich Stauraum unter dem Bett. „Schon klein insgesamt, aber sehr funktional“, sagt die 21-Jährige, die auf Grundschullehramt studiert. 490 Euro Miete warm zahlen die Bewohner im Schnitt für ihr SMARTment direkt an der Spree. „Inklusive der Möblierung und Internetzugang. Das ist nicht viel“, findet Pressesprecher Wolfgang Ludwig. Das ist auch das Ziel der FDS-Stiftung, deren Gründung auf den Verein Förderkreis Deutscher Studenten zurückgeht: Studenten mit bezahlbarem Wohnraum zu unterstützen. Die Apartments hat die Stiftung unter Gewährleitung einer Garantiepacht an Privatinvestoren verkauft. Sie selbst übernimmt die Vermietung und Verwaltung.

Autor:

Matthias Vogel aus Charlottenburg

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