Von wegen beitragsfrei: Viele Kitas verlangen Zusatzgebühren

Berlin. Die Kitabeiträge werden schrittweise abgeschafft. Ab 2018 sind Kitas in Berlin für alle Altersgruppen beitragsfrei. Doch viele Kitas verlangen Zusatzgebühren. Legal, aber für Eltern eine Belastung.

Yoga, Schwimmen, Bio-Essen oder das Lernen einer Fremdsprache – was einige Kitas zusätzlich zum normalen Spielen und Lernen mit im Programm haben, ist breit gefächert. Doch es kostet auch. Und so verlangen viele Kitas Zusatzgebühren. Das können in einigen Fällen auch schon mal mehrere Hundert Euro sein.

Zwar fallen ab 2018 auch für die Kinder unter drei Jahren in Berlin keine staatlichen Kita-Gebühren mehr an. Doch die Zusatzgebühren können für Eltern dennoch zur Belastung werden – vor allem deshalb, weil der Wettbewerb um Kitaplätze sehr groß ist. In der Praxis würden sich die Eltern deshalb meist gezwungen sehen, den Beitrag in Kauf zu nehmen, kritisierte der Landeselternausschuss Kita kürzlich in der Berliner Morgenpost.

Kitas dürfen laut Gesetz einen Zusatzbeitrag erheben und argumentieren damit, dass die Zahlungen des Senats pro Kind nicht ausreichen würden, um alle Kosten zu decken. So übernimmt das Land die Personal- und Sachkosten zu 93 Prozent. Der Rest muss selbst erwirtschaftet werden.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie plant jedoch schon eine Obergrenze für die Zusatzzahlungen und sie möchte einführen, dass die Kitas eine Zustimmung dafür einholen müssen. „Es soll festgelegt werden, wofür Zahlungen gefordert werden dürfen und bis zu welcher Höhe“, sagt Sprecherin Iris Brennberger. Schon jetzt gilt, dass Kitas Zuzahlungen nur verlangen dürfen, wenn es sich um zusätzliche Angebote handelt und nicht die regulären Leistungen damit finanziert werden. Zu den Klagen der Kitas, dass das Geld nicht reicht, sagt Brennberger, dass derzeit über eine Erhöhung ab 2018 verhandelt werde. jtw

Autor:

Jana Tashina Wörrle aus Charlottenburg

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