Keine Gratis-Stellplätze: Berlin diskutiert über weitere gebührenpflichtige Parkzonen

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Berlin. Innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings könnte es bald keine kostenlosen Parkplätze mehr geben. Einen solchen Vorschlag äußerten Verkehrsexperten während der Koalitionsverhandlungen von SPD, Linken und Grünen.

Als die Parkzonen in mehreren Bezirken im Jahr 2013 ausgeweitet wurden und damit viele kostenlose Parkplätze verschwanden, gab es Proteste. Die würde es mit Sicherheit wieder geben, wenn die möglichen Koalitionäre von SPD, Linken und Grünen tatsächlich das Parken innerhalb des gesamten S-Bahn-Rings gebührenpflichtig machten.

Alles andere als begeistert ist davon die Berliner CDU. So kritisiert Generalsekretär Kai Wegner, dass das Linksbündnis die Mobilitätsformen gegeneinander ausspiele. "Vor einem Kulturkampf gegen Autofahrer warnen wir seit Jahren. Dieser scheint jetzt Wirklichkeit zu werden“, sagt Wegner. Er lehnt den Vorschlag entschieden ab und spricht von „Abzocke“.

Ähnlich reagiert auch Mathias Cygon, der Vorsitzende des Arbeitskreises von Verkehrsexperten Berlin-Brandenburg. „Mobilität muss für alle bezahlbar bleiben und wir können nicht davon ausgehen, dass auch ältere Leute, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, mit Bus und Bahn fahren“, sagt er und verweist darauf, dass der öffentliche Nahverkehr in Taktung und bei den Preisen verbessert werden müsse, wenn mehr Leute damit fahren sollen.

Er sieht zudem Mängel bei den zu engen und zu wenigen Radwegen. „Dabei frage ich mich allerdings, wo der Platz entstehen soll für gute Radverkehrsverbindungen, denn die Innenstadt ist eng“, so Cygon, der nicht bestreiten will, dass sich in Sachen Mobilität langfristig etwas ändern muss. Es könne auf Dauer nicht sein, dass jeder, der das will, einfach so mit dem Auto in die Stadt fahre. Doch bisher stimmen seiner Meinung nach viele Rahmenbedingungen nicht. jtw

Autor:

Jana Tashina Wörrle aus Charlottenburg

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