Zu viel Koffein: Energydrinks sind beliebt, aber nicht ungefährlich

Corona- Unternehmens-Ticker

Energydrinks mit viel Koffein werden in Deutschland auch an Kinder verkauft. Obwohl belegt ist, dass diese Getränke gesundheitsschädlich sind.



Ich bin mir sicher, Kinder würden Kaffee schon wegen des bitteren Geschmacks ablehnen. Anders ist es bei Energydrinks. Die enthalten neben Koffein jede Menge Zucker. Wen wundert es da, dass laut einer Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit 68 Prozent aller Zehn- bis 18-Jährigen regelmäßig Energydrinks trinken. Auch Kinder unter zehn Jahren seien nicht abgeneigt.

Eine Befragung unter kanadischen Jugendlichen zeigte, dass rund 55 Prozent nach dem Konsum schon einmal an Erbrechen, Brustschmerzen und Krampfanfällen gelitten haben. Sollte das nicht Grund genug sein, die gefährlichen Getränke für Jugendliche und Kinder zu verbieten? 

In Deutschland müssen Getränke mit mehr als 150 Milligramm Koffein pro Liter – was auf die meisten Energydrinks zutrifft – auf der Verpackung den Hinweis tragen: „Erhöhter Koffeingehalt. Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen.“ Eine Beschränkung beim Verkauf gibt es aber nicht. Die Verbraucherzentralen fordern nun ein Verkaufsverbot an Minderjährige wie in Großbritannien, wo seit März diese Drinks nicht mehr an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren verkauft werden dürfen. Ich befürchte allerdings, dass ein solches Verbot allein nicht reicht. Vielleicht sollte es durch eine Kennzeichnung ähnlich der auf Zigarettenpackungen ergänzt werden: „Dieser Drink gefährdet Ihre Gesundheit.“

Autor:

Jana Tashina Wörrle aus Charlottenburg

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