Öffentliche Räume gefordert
Nicht nur der Stream Tower soll Umfeld einbinden

Als Modell sieht der Stream Tower wie ein Spielzeug aus. Dabei wird er 90 Meter hoch. | Foto: Thomas Frey
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Das geplante 90-Meter-Hochhaus, genannt Stream Tower, auf dem Anschutz-Areal war am 15. Oktober erneut Thema im Baukollegium.

Neben mehreren Wünschen zur vorgesehenen Architektur unterstrich das Gremium erneut eine weitere wichtige Vorgabe: nämlich eine zumindest teilweise öffentliche Nutzung im Gebäude. Konkret betrifft das vor allem das Erdgeschoss, wo ein Restaurant oder Café eingerichtet werden soll, außerdem den vorgesehenen Veranstaltungsraum in der ersten Etage.

Der Signa-Konzern, Bauherr des Stream Towers, reagierte bei diesem Anliegen einmal mehr zurückhaltend. Denn das betreffe auch sicherheitsrelevante Fragen, erklärte dessen Sprecher Dirk Zimmermann. Außerdem sei dafür weniger der Investor, sondern eher Zalando als künftiger Hauptmieter der richtige Ansprechpartner. Zimmermann regte deshalb weitere Gespräche zwischen dem Onlineunternehmen, Bezirk und Senat an.

Die Frage, wie viel öffentlichen Raum es in manchen Neubauten geben kann, betrifft nicht nur dieses Hochhaus. Auch beim sogenannten East Side Tower, der an der Warschauer Brücke entstehen und 140 Meter in den Himmel ragen soll, gab es schon eine ähnliche Debatte. Dort wurden bereits ein allgemein zugängliches Restaurant auf dem Dach sowie weitere Angebote im Sockelbau zugesagt.

Schwer taten sich aber auch dort die Investoren mit weiteren Zugeständnissen, vor allem was geforderte Flächen für kulturelle und soziokulturelle Projekte mit lokalem Bezug im Gebäude betrifft. Auf ein Einbinden der Umgebung legt aber nicht zuletzt Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, gleichzeitig Vorsitzende des Baukollegiums, Wert. Auch um damit die Akzeptanz für die Neubauten zu erhöhen.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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