Schulgelände ist wieder Wald
Forsten renaturierten Grundstück / An der Müggelspree müssen Bäume weg

Revierförsterin Silvia Knöfel-Mosch im von den Schulaltlasten befreiten Wald am Spreeufer.
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  • Revierförsterin Silvia Knöfel-Mosch im von den Schulaltlasten befreiten Wald am Spreeufer.
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Irgendwann vor einem halben Jahrhundert hat die damalige SED-Parteischule ein Stück Wald am Spreeufer eingezäunt und mit Beschlag belegt. Jetzt ist der Zaun weg und das Areal auch offiziell wieder Wald.

Nach 1990 wurde das Schulgelände vom sportbetonten Flatow-Gymnasium übernommen und das eingezäunte Waldstück abgegeben. „Wir konnten Mittel aus Ausgleichsmaßnahmen einsetzen und haben seit Herbst 2018 den Zaun entfernt, mehrere alte Gebäude abgerissen und Müllablagerungen entfernt“, erklärt Försterin Silvia Knöfel-Mosch von der Revierförsterei Teufelssee. Besorgte Anwohner hatten in der Vergangenheit schon befürchtet, dass dort Baurecht geschaffen und Wohnungen für „Reiche“ errichtet würden. „Ich kann alle beruhigen, das rund vier Hektar große Gelände ist jetzt auch rechtlich wieder Köpenicker Wald“, versichert die Försterin.

Waldarbeiter rücken demnächst allerdings nur wenige Schritt weiter am Spreeuferweg an. Dort werden Mitte März eine Reihe von Bäumen, darunter Weiden, gefällt. „Die Vorgaben zur Verkehrssicherung werden immer strenger. Wir müssen gewährleisten, dass Spaziergänger an dem stark frequentierten Uferweg nicht durch abstürzende Äste oder umstürzende Bäume gefährdet werden“, sagt Silvia Knöfel-Mosch.

Im Vorfeld hat das Forstamt zahlreiche Untersuchungen an vorgeschädigten Bäumen vorgenommen. Dabei wurde der auch von Grünflächenämtern eingesetzte Resistograph benutzt. Das ist eine Bohrvorrichtung, mit der eine rund einen Millimeter dicke Stahlnadel ins Holz getrieben wird.

Der dabei gemessene Widerstand zeigt an, wo die Bäume im Innern geschädigt sind, zum Beispiel durch Fäulnis und Pilzbefall. „Bei einigen Bäumen war die Nadel schon nach kurzer Zeit ohne Widerstand im Baum verschwunden. Diese Bäume müssen aus Sicherheitsgründen auf jeden Fall gefällt werden“, so die Revierförsterin.

Für die Fällarbeiten muss der Uferweg zwischen den Bootshäusern und der Wasserrettungsstation zeitweise gesperrt werden. Spaziergänger sollten die Sperrschilder auf keinen Fall ignorieren. Bis Ende März sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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