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Milieuschutz soll ausgedehnt werden

Kreuzberg. Der Bereich Ruhlsdorfer Straße Ost und West soll Teil des Milieu- oder Erhaltungssatzgebiets Hornstraße werden.

Für den Block zwischen Rudi-Dutschke- und Besselstraße sowie Charlotten- und Friedrichstraße soll gleiches durch eine Integration in das neu ausgerufene Milieuschutzgebiet südliche Friedrichstadt gelten. Diese Anträge der SPD, beziehungsweise von Linken und SPD wurden in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) mehrheitlich angenommen. In beiden Fällen wird das Vorgehen mit "möglichen privaten Verwertungsinteressen" begründet.

In der Nachbarschaft der Ruhlsdorfer Straße gebe es inzwischen mehrere Milieuquartiere. Die Gefahr bestehe deshalb, dass sich Investoren jetzt auf diejenigen Objekte konzentrieren, für die dieser Status noch nicht gilt. Beim Besselblock wurde die Forderung vor allem am Seniorenwohnhaus Charlottenstraße 85 festgemacht. Dort könnte es passieren, dass das Gebäude mittelfristig nicht mehr für seinen heutigen Zweck genutzt wird.

Das Bezirksamt soll die BVV über ihre weiteren Bemühungen bis August, beziehungsweise September unterrichten, was wohl heißt bei der ersten Sitzung des Bezirksparlaments nach der Sommerpause.

Wie mehrfach berichtet, bestehen in Milieuschutzgebieten einige Eingriffe der öffentlichen Hand. Sie kann zum Beispiel Auflagen bei einem Umbau machen oder das Umwandeln von Miet- in Eigentumswohnungen untersagen. Bevor es allerdings dazu kommt, müssen einige Bedingungen erfüllt sein. Vor allem muss nachgewiesen werden, dass der Erhalt der bisherigen Bevölkerungsstruktur gefährdet ist. tf

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