Vorkaufsrecht: Neuer Besitzer für Immobilie an der Eisenbahnstraße gefunden

Wer ist der Besitzer unserer Häuser, wollten die Mieter in der Eisenbahn- und Muskauer Straße im Februar wissen. Der damalige Eigentümer ist es inzwischen nicht mehr.
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Wo: Eisenbahnstraße 2/3, Eisenbahnstraße 2-3, 10997 Berlin auf Karte anzeigen

Die Bewohner der Gebäude Eisenbahnstraße 2-3 und Muskauer Straße 10 scheinen aufatmen zu können. So wie es aussieht, hat die Odyssee um den Verkauf dieser Immobilie jetzt ein Ende.

Der Bezirk habe auch dort das Vorkaufsrecht geltend gemacht, teilte Baustadtrat Florian Schmidt (Bündnis 90/Grüne) mit. In diesem Fall allerdings mit Hilfe eines privaten Eigentümers.

Der habe sich mit einer Verpflichtungserklärung zu den Zielen des Milieuschutzes bekannt, so der Stadtrat weiter. Zu ihnen gehören unter anderem der Verzicht auf Modernisierungsmaßnahmen und vor allem kein Umwandeln der bisherigen Miet- in Eigentumswohnungen. Zivilrechtliche Vereinbarungen mit den Mietern sollen ihren Schutz zusätzlich absichern. Das klingt wie Happy Ende nach langer Hängepartie.

Wie berichtet, war das Gebäudeensemble im Dezember zum Höchstpreis von 7,16 Millionen versteigert worden. Bei dieser Summe stand die Gefahr von Luxussanierung und Verdrängung konkret im Raum. Sie bekam weitere Nahrung, weil der Käufer sowohl bei der Versteigerung anonym blieb und sich auch danach nicht zu erkennen gab. Auch er hätte nur indirekten Kontakt bekommen, sagt Stadtrat Schmidt. Dabei sei vor allem deutlich geworden, dass er nicht vorhabe, die Regularien des Milieuschutzes einzuhalten. Schon deshalb wurde das Vorkaufsrecht auch in diesem Fall in Stellung gebracht.

Käufer will vorerst anonym bleiben

Und ein neuer Erwerber zeigte Interesse. Er möchte zwar bisher ebenfalls noch nicht namentlich in Erscheinung treten, aber das solle nur aktuell gelten, betont der Baustadtrat. Ihm sei der oder die Personen bekannt.

Wer immer das ist, es muss sich um einen oder mehrere nette Menschen handeln. Denn die künftigen Besitzer müssen jetzt den aufgerufenen Höchstpreis für das Immobilienensemble bezahlen und verpflichten sich gleichzeitig zu weitgehendem Bestandserhalt. Die Rechnung scheint nicht unbedingt aufzugehen. Erklärung des Baustadtrats: Es gebe noch Menschen, die nicht allein auf optimalen Profit aus seien.

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