Neue Schule in Schnellbauweise: Vom Modellvorhaben des Senats profitiert auch der Bezirk

Von der Planung bis zum ersten Unterricht in einer neu gebauten Schule können in Berlin acht, neun lange Jahre ins Land gehen. Ein Modellvorhaben des Senats sorgt nun für eine wesentlich kürzere Bauzeit. Auch zwei Lichtenberger Schulen entstehen im Projekt.

Auf Initiative von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat der Berliner Senat im Mai 2016 das Modellvorhaben zur Beschleunigung von Schulneubauten (MoBS) beschlossen. Mit dem Projekt reagiert die Landesregierung auf den anhaltenden Zustrom von Familien und – daraus resultierend – die dringend und rasch benötigten Schulplätze.

„Schneller Planen und Bauen sind möglich“, sagt Sandra Scheeres. „Das zeigen uns die zehn Schulen, die jetzt im Modellvorhaben entstehen. Sie sind Bestandteil von über 50 Baumaßnahmen, mit denen wir rund 26.400 Schulplätze schaffen und 2.400 Schulplätze erhalten.“

Die Verwaltungen von Sandra Scheeres und Kartin Lompscher (Die Linke) arbeiten im Modellprojekt eng zusammen. Während die Bildungsverwaltung verbindliche Rahmen für Flächengrößen und Raumzuordnungen für jede Schulart vorgibt, plant und baut die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Projekte für die Bezirke – in sogenannter Amtshilfe.

„Wir fühlen uns als öffentlicher Bauträger den künftigen Nutzern ebenso verpflichtet wie der Baukultur“, so Katrin Lompscher. „Die Wettbewerbe für die Schulen des MoBS-Projekts wurden europaweit ausgeschrieben. Viele kreative Entwürfen zeigen uns, dass auch unter Zeitdruck städtebaulich hochwertige Gebäude entstehen können, die ein gutes Lernumfeld für die Schüler bieten.“

Weil das Vergabeverfahren sehr komplex ist, haben die Verwaltungen die Planungs- und Bauprozesse weitgehend standardisiert. Außerdem ist geplant, die Bauleistungen an einen Generalunternehmer zu vergeben.

Im Modellvorhaben entstehen zunächst zehn Neubauten in fünf Bezirken, Lichtenberg bekommt zwei: je eine Grundschule in der Sewanstraße (auf dem Gelände der KultSchule) und in der Konrad-Wolf-Straße. Beide sollen bereits 2019 ans Netz gehen.

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