Neues Wohngebiet und viele Fragen
Zum Bauvorhaben Lichterfelde Süd finden öffentliche Workshops statt

Im Kieztreff Celsiusstraße informierte Cerstin Richter-Kotowski über das Bauvorhaben Lichterfelde Süd. Sie folgte der Einladung von Helmut Schmidt (links) und Gerhard Niebergall vom Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde.
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Der neue Stadtteil in Lichterfelde Süd ist das größte Bauprojekt, das im Bezirk geplant ist. Zirka 2500 Wohneinheiten sollen hier entstehen. Das bedeutet: bis zu 7000 neue Bewohner. Was das für die Bewohner vor allem in der Thermometersiedlung bedeutet, wollten Anwohner am 21. September auf einer Info-Veranstaltung von Bürgermeisterin Richter-Kotowski wissen.

Richter-Kotowski erklärte, dass die Trägerbeteiligung so gut wie abgeschlossen sei und es einige Änderungen im Bebauungsplan gegeben hätte. Unter anderem wurden beim Verlauf der neuen Hauptstraßen nachgebessert. Sie werden nicht wie geplant durch das neue Wohngebiet führen, sondern entlang der S-Bahn. Eine Entscheidung hat es auch zu den denkmalgeschützten drei Baracken des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers gegeben: sie sollen erhalten bleiben und wurden in die Bebauungspläne integriert. Zwei bleiben an Ort und Stelle, eine dritte, die sogenannte Einheitsbaracke, in der Mitte des Geländes muss versetzt werden. Allerdings glauben Experten nicht, dass die Baracke einen Standortwechsel übersteht. Hinsichtlich der zahlreichen schützenswerten Tier- und Pflanzenarten auf dem Gelände hieß es, dass unter anderem die seltene Zauneidechse in Vorbereitung des 1. Bauabschnittes derzeit  abgesammelt würde. „Sie bekommen ein neues Refugium in der ,Grünen Mitte' des Areals“, erklärte die Bürgermeisterin.

Die größten Sorgen machen sich die Anwohner wegen des Verkehrs. „Bis zu 7000 neue Bewohner, das bedeutet mindestens 3000 zusätzliche Autos, die täglich hier verkehren werden“, sagte Gerhard Niebergall vom Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd, das zu der Veranstaltung eingeladen hatte. Richter-Kotowkski erklärte, dass durch ein verbessertes Angebot von S-Bahn und BVG mehr Autofahrer auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen würden. Sie informierte auch darüber, dass der zweigleisige Ausbau des S-Bahnnetzes zwischen Teltow Stadt und Stahnsdorf bis zum Jahr 2030 erfolgt sein soll. Den Vorschlag eines Bürgers, die U-Bahn wie schon vor Jahrzehnten geplant bis Lichterfelde Süd zu verlängern, befürwortete die Bürgermeisterin. „Ich bin sehr dafür die alten Planungen wieder aufzunehmen.“ Wesentlich schneller könnte ein Ausbau des Bus-Netzes in das unmittelbare Umland gehen. Bisher enden die BVG-Buslinien an der Stadtgrenze.

Ein weiterer Punkt beschäftigte sich damit, wie der neue Stadtteil mit der benachbarten Thermometersiedlung zusammenwachsen kann. Dazu informierte die Bürgermeisterin, dass die Bewohner der Thermometersiedlung von vielen Einrichtungen des neuen Stadtteils profitieren würden. Beispielsweise vom neuen Stadtplatz in unmittelbarer Nähe zur S-Bahn mit zahlreichen Geschäften, neuen Kieztreffs, einem Jugendfreizeitheim und einem Treffpunkt für ältere Menschen. Dadurch würden sich Synergie-Effekte ergeben.

Alle Fragen zum Bauvorhaben sollen im Vorfeld der öffentlichen Auslegung der Bebauungspläne in Workshops behandelt werden. Sie werden zeitlich so gesetzt, dass jeder an allen teilnehmen kann. Geplant ist auch ein eigener Workshop für Kinder und Jugendliche. Nach der öffentlichen Auslegung folgt eine weitere Bearbeitungszeit.

Die Groth-Gruppe teilt in diesem Zusammenhang mit, dass im Anschluss daran die Baugenehmigung für den ersten Bauabschnitt beantragt und mit der Erschließung begonnen werde. „Mit dem Start des Hochbaus rechnen wir im Herbst 2020“, so der Investor.

Im Kieztreff Celsiusstraße informierte Cerstin Richter-Kotowski über das Bauvorhaben Lichterfelde Süd. Sie folgte der Einladung von Helmut Schmidt (links) und Gerhard Niebergall vom Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde.
So sieht der neue Stadtteil im Modell aus.
Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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