„Hier ist mein Zuhause“
Bürgermeisterin Dagmar Pohle zum Jubiläum des Bezirks und Aufgaben in 2019

Dagmar Pohle (Die Linke/65) war von 2006 bis 2011 Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf und bekleidet das Amt wieder seit 2016. 
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2019 feiert der Bezirk 40 Jahre seines Bestehens. Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) ist seit vielen Jahren im Bezirk politisch aktiv und in der vierten Wahlperiode hintereinander im Bezirksamt. Mit ihr sprach zum Jahreswechsel Berliner-Woche-Reporter Harald Ritter.

Frau Pohle, was bedeuten Ihnen 40 Jahre Marzahn-Hellersdorf persönlich?

Dagmar Pohle: Marzahn ist im Jahr 1978 meine persönliche Heimat geworden, hier sind meine Kinder aufgewachsen und hier war und ist mein Zuhause.

Sie kamen als junge Frau nach Marzahn, wo die Großsiedlung gebaut wurde. Wann war das genau und wie kam das?

Dagmar Pohle: Im Sommer 1987 bin ich mit meinem Mann aus einer Einzimmerhinterhauswohnung im Friedrichshain in die Springpfuhlstraße gezogen. Damals war ich noch in der beruflichen Ausbildung.

Gibt es einen Ort im Bezirk, der Ihnen aus den Anfangsjahren besonders am Herzen liegt?

Dagmar Pohle: Ja, der Kienberg. Als er, nachdem er als Bauschuttkippe genutzt worden war, renaturiert wurde, war ich, wie viele andere Menschen aus unserem Bezirk, gemeinsam mit meinen Kindern beteiligt, dort Sträucher und Bäume zu pflanzen. Deshalb habe ich mich über jede Entwicklung dort gefreut und es betrübt mich außerordentlich, wenn es dort immer wieder Vandalismusschäden gibt.

Wenn Sie die Geschichte von Marzahn-Hellersdorf in einigen wenigen Sätzen darstellen sollten, wie würden Sie das formulieren?

Dagmar Pohle: Marzahn-Hellersdorf war und ist über die Jahre durch eine hohe Dynamik in der demografischen, städtebaulichen und wirtschaftlichen Entwicklung geprägt und hat sich unter dem Strich zu einem sehr liebens- und wohnenswerten Berliner Bezirk entwickelt.

Was gefällt Ihnen am Bezirk am besten und was gefällt Ihnen gar nicht?

Dagmar Pohle: Es sind die Menschen, die sich in diesem Bezirk für ihn in sehr unterschiedlicher Weise zu unterschiedlichen Themen zivilgesellschaftlich engagieren. Es freut mich, dass es so viele davon gibt. Gar nicht gefällt mir, wenn sich Menschen abwertend über Marzahn-Hellersdorf äußern, ohne den Bezirk zu kennen.

Was wird Sie außer dem Bezirksjubiläum voraussichtlich im Jahr 2019 am meisten beschäftigen?

Dagmar Pohle: Wir müssen mit der Haushaltsplanaufstellung 2020/ 2021 die Weichen dafür stellen, dass die Zielstellungen, die sich die BVV und das Bezirksamt für diese Legislaturperiode gestellt haben, auch umgesetzt werden können. Das sind zum Beispiel der Baustart um das Gut Hellersdorf und an den Ringkolonnaden Nord. Wohnen und Gewerbe sollen sich harmonisch entwickeln.

Was erwarten Sie, wie der Bezirk in 40 Jahren aussehen wird?

Dagmar Pohle: Da fehlt mir ein wenig die Fantasie. In meinem Büro hängt eine dreiteilige Zeichnung von Inka Engmann mit einem Blick in das Jahr 2030. Da ist der Bezirk mit Häusern zu sehen, die vielfältig und originell gestaltet sind, ohne Autos und mit viel Grün. Diese Darstellung gefällt mir.

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