Wie sieht „gute Pflege“ aus?
Bürger formulieren ihre Wünsche, Ideen und Forderungen zur Zukunft der Pflege

Pflegesenatorin Dilek Kalayci vor der großflächigen Kampagnenwerbung an einem BVG-Bus.
  • Pflegesenatorin Dilek Kalayci vor der großflächigen Kampagnenwerbung an einem BVG-Bus.
  • Foto: zweiband.media GmbH/Miró Mandelkow
  • hochgeladen von Hendrik Stein

Einigen wird die Werbung schon aufgefallen sein, die derzeit großflächig an Bussen prangt oder in kleinerem Format an U-Bahnfenstern klebt. „Du kannst alles werden! Auch ein Pflegefall“ oder „Selbst Berliner*innen werden alt“ lauten die provokanten Sprüche. Mit diesen bewirbt die Pflegesenatorin Dilek Kalayci (SPD) ihren Dialog „Pflege 2030“. Sie möchte von den Berlinern wissen, was sie zum Thema Pflege bewegt.

Aus gutem Grunde: Die Zahl der Pflegebedürftigen in Berlin steigt stetig an. Prognosen für das Jahr 2030 sprechen von 170.000 Pflegebedürftigen in der Hauptstadt, 34.320 mehr als 2017. Eine Herausforderung nicht nur für Politik und Verwaltung, sondern für die gesamte Stadtgesellschaft. Und Pflege ist nicht nur ein Thema alter Menschen. Pflege brauchen auch Jüngere – beispielsweise aufgrund einer chronischen Krankheit, eines Schlaganfalls oder eines Unfalls. Aber wie stellen sich die Berliner die Pflege der Zukunft vor? Genau darum soll es in dem Bürgerdialog „Pflege 2030“ – einem Bürgerbeteiligungsverfahren, initiiert von der Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung – gehen. Was heißt „gute Pflege“? Welche Rahmenbedingungen müssen sich in der Pflege ändern? Was können Politik und Verantwortliche aus der Pflegebranche tun, um die Herausforderungen der nächsten Jahre zu bewältigen? Welche Wohnformen bevorzugen Betroffene?

Beteiligen können sich Berliner aller Altersgruppen auf der Dialog-Internetseite www.pflege2030.de. Sie haben dort die Möglichkeit, ihre Ideen, Gedanken, Wünsche und Forderungen auf „Notizzettel“ zu schreiben und diese an einen virtuellen Wunschbaum zu hängen. Auf https://bwurl.de/15kv kann man zudem Beiträge zur Pflege verfassen, an Umfragen teilnehmen sowie sich über die Termine von Online-Bürgersprechstunden mit der Senatorin informieren. Und auch ein Faltblatt wird derzeit in der Stadt verteilt, die enthaltene Postkarte mit den Wünschen kann kostenlos an die Senatsverwaltung geschickt werden.

Autor:

Hendrik Stein aus Weißensee

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