10. Berliner Engagementwoche
Eine Stadt mit viel Engagement - nach wie vor!

Bei den Aktionen von wirBerlin packten in den vergangenen Jahren Tausende freiwillige Aufräumer mit an, um unsere Stadt sauberer zu machen – hier beispielsweise Mitglieder der Tanzschule Schrittvermittlung im Simon-Dach-Kiez.
  • Bei den Aktionen von wirBerlin packten in den vergangenen Jahren Tausende freiwillige Aufräumer mit an, um unsere Stadt sauberer zu machen – hier beispielsweise Mitglieder der Tanzschule Schrittvermittlung im Simon-Dach-Kiez.
  • Foto: wirBerlin e.V.
  • hochgeladen von Hendrik Stein

Das engagierte Berlin musste sich sortieren, denn Corona fordert es enorm heraus. Doch ein vielfältiges solidarisches Gemeinwesen – das lässt sich nicht kleinkriegen. Die Berliner Engagementwoche zeigt es. Vom 11. bis 20. September sind alle Berliner zum Mitmachen eingeladen – online wie offline.Von Normalbetrieb kann noch keine Rede sein. Aber so weit es geht, arbeitet die Zivilgesellschaft daran und fördert Menschen und ihr Miteinander. Das beweisen auch die Veranstaltungen im Rahmen der 10. Berliner Engagementwoche.

Einige finden online statt, viele andere laden zu Austausch und gemeinsamem Tun vor Ort ein. Neugierige können sich informieren, diskutieren, aber auch direkt mit anpacken. Wo erforderlich, immer mit Abstand, Hygiene und Alltagsmaske. Ein Wochenkalender unter engagementwoche.berlin listet ausgewählte Angebote auf und weist auf diverse Aktions-, Freiwilligen- und Ehrenamtstage hin. „Es ist bewundernswert, wie flexibel, schnell und kreativ sich die Vereine und Initiativen umgestellt haben“, sagt Carola Schaaf-Derichs von der Landesfreiwilligenagentur Berlin. „Gerade zum zehnten Jubiläum der Berliner Engagementwoche wird sichtbar, wie unentwegt, aber auch verantwortungsbewusst freiwilliges Engagement die Stadt mitgestaltet. Unser Motto #LernOrtEngagement füllt sich mit buntem Leben!“

Einfach hingehen

Soll es um Tiere gehen, könnten Sie Futterspenden verpacken helfen, die an bedürftige Tierhalter verteilt werden. Falls Sie ein Faible für Gartenarbeit haben, wären Apfelernten und Holzhacken im Angebot. Oder Blumen- und Bäumegießen, auch nah an der Natur. Suchen Sie mehr Gespräch, könnten Sie mit Menschen sprechen, die ihr Deutsch verbessern wollen. Eine andere Möglichkeit: mit obdachlosen Menschen kochen. Nein, viel lieber würden Sie wissen, wie Sie Kontakt zu einer alten Nachbarin aufnehmen, um sie zu unterstützen? In diesem Fall könnten Sie gemeinsam mit anderen Freiwilligen Geschenke basteln, die Sie dann persönlich überreichen könnten.Diese und noch viele andere Mitmach-Aktionen finden über ganz Berlin verteilt und an allen Tagen im Zeitraum von 11. bis 20. September statt und sind auf der Website von „Gemeinsame Sache – Berliner Freiwilligentage 2020“ einzusehen: gemeinsamesache.berlin.

Berlin sauberer und lebenswerter machen

Ob es seit Corona schlimmer geworden ist? Fest steht: Die bunte Mischung von Müll in Parks und von Scherben auf Geh- und Radwegen ist unangenehm bis gefährlich. Damit nicht genug, macht es jeder achtlos weggeworfene Kronkorken oder Kaffeebecher wahrscheinlicher, dass weitere dazukommen. Gut daher, wenn auch die Bürgergesellschaft etwas gegen die Vermüllung unserer öffentlichen Räume unternimmt. Allen voran will die wirBerlin gGmbH „unsere Stadt ein Stück sauberer und lebenswerter machen“. Zum zehnten Mal ruft sie dazu auf, gemeinsam aufzuräumen. Wer dem folgt, ist Teil einer globalen Bewegung. Denn am übernächsten Sonnabend ist World Cleanup Day. Überall auf der Welt gehen Menschen gegen Müll vor, vergangenes Jahr waren es 20 Millionen in 180 Nationen. Am 18. und 19. September, coronabedingt diesmal an zehn zentralen Orten. Um Anmeldung wird gebeten über die Website von wirBerlin: wir-berlin.org.

Deutsch lehren

„Wir schaffen das“: Angela Merkels legendärer Satz, der ganz am Anfang der sogenannten Flüchtlingskrise fiel. Fünf Jahre später zeigt sich: Tatsächlich ist viel geschafft. Nicht zuletzt dank des Engagements vieler Freiwilliger, die mitgeholfen haben, dass Menschen Deutsch nicht nur in Kursen lernen, sondern auch im Alltag üben. Noch immer sind zahllose Zugewanderte dabei, sich die neue, schwierige Sprache anzueignen. Wer sie dabei weiterbringen und unterstützen will, kann von Fachwissen profitieren, insbesondere aus dem Bereich Deutsch als Zweitsprache.Eine Schnupper-Fortbildung für ehrenamtliche Deutschlehrkräfte findet am 19. September an der Volkshochschule Treptow-Köpenick statt. Anmeldung und Informationen unter an https://bwurl.de/15j6.

Vereinsarbeit digital leben

„Digital“ ist in der Zivilgesellschaft seit Corona das meistgenutzte Wort. Kaum ein Vereinstreffen mehr um einen Tisch herum, sondern meist per Video über das Internet von zu Hause aus. Vieles zu digitalisieren ist manchen leichter, anderen schwerer gefallen. Noch müssen etliche Akteure dazulernen, zahlreich deshalb die Angebote zur „digitalen Aufklärung“. Was darf man im digitalen Raum teilen, was nicht? Und dann ist da noch die Frage, was dabei mit den sozialen Beziehungen passiert. Muss man sich überhaupt noch richtig treffen? Was braucht es, damit Mitglieder bleiben?Solche Fragen diskutiert der „Digitale Nachbarschaftsgipfel“ am 14. September um 10.30 Uhr unter dem Titel „Vereinswelt 2.0: Wie gelingt der Aufbruch ins digitale Ehrenamt?“ in einem Livestream unter www.digitale-woche.de.

Mit alten Menschen mobil bleiben

Das Angebot von „Radeln ohne Alter“ ist ein kleines Abenteuer: Man stellt eine Rikscha bereit, auf dass Freiwillige mit einer Seniorin oder einem Senior umherfahren und sich dabei Geschichten erzählen. Wegen des Mauerfall-Jubiläums lädt die Station in Wannsee zur Fahrt auf dem Berliner Mauerweg ein. Wer Rikscha-Pilot werden möchte, kann zwischen dem 11. und 19. September in die Pedale treten. Anmeldung per E-Mail an diakonin@kirchengemeinde-wannsee.de.

Sich eine bessere Zukunft vorstellen

Helmut Schmidt hätte wohl empfohlen, Hilfe zu suchen. Wer Visionen habe, sollte zum Arzt gehen, lautete schließlich ein Spruch des Ex-Bundeskanzlers. Doch die Initiatoren der „Kreuzberger Kiezutopien“ wollten sich davon nicht abschrecken lassen. Inmitten vieler komplexer Krisen, so ihre Überzeugung, könne zu viel Realismus auch lähmen. Wieso, fragen die Gemeinwesenarbeiter aus fünf Kiezen stattdessen, soll man sich nicht erstmal eine Zukunft vorstellen, für die es sich lohnt zu handeln? Erwächst aus Vorstellungs- nicht auch Schaffenskraft? Durch Corona ist ohnehin schon vieles anders als gedacht. Wer mitdenken will, ist eingeladen, seinen (auch künstlerischen) Beitrag einzusenden. Eine Stunde Freiraum für Kreuzberger Kiezutopien gibt es live am 13. September um 14.30 Uhr in der Amerika-Gedenkbibliothek.

Autor:

Bernd Schüler aus Mitte

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