Vollkontakt wieder möglich
Senat lockert die Corona-Verordnung für den Sportbetrieb

Steffi und Jonas vom Shotokan Karate Do Dojo Berlin können endlich wieder richtig trainieren.
  • Steffi und Jonas vom Shotokan Karate Do Dojo Berlin können endlich wieder richtig trainieren.
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Alle Sportarten mit direktem Kontakt der Athleten sind wieder möglich. Bisher gab es Ausnahmen vom Kontaktverbot nur für Kaderathleten, Bundesligateams und Profisportler. Amateurfußballer durften nicht normal trainieren.

Der Senat lockert nach Protesten der Sportverbände die Corona-Verordnung und ermöglicht „den stufenweisen Wiedereinstieg in den länderübergreifenden Sportbetrieb“. Die Regeln für Sportarten mit Körperkontakt werden angepasst. Mit den schrittweisen Lockerungen war bisher nur das kontaktfreie Training unter Einhaltung der Abstandsregeln erlaubt. Ruderer zum Beispiel durften nicht mehr zusammen in einem Boot sitzen, Kampfsportler mussten Körperkontakt vermeiden. Vor allem die Amateurfußballer hatten gegen das Kontaktverbot geklagt, weil sie anders als die Profimannschaften der Bundesligen und Regionalliga-Teams nicht normal trainieren und spielen konnten.

„Wir danken Sportsenator Andreas Geisel und dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller. Es bleibt eine wichtige Aufgabe für unsere Vereine und Verbände, auf das Infektionsgeschehen zu achten und die Hygieneregeln einzuhalten“, sagt der Präsident des Landessportbunds Berlin (LSB), Thomas Härtel. Im LSB sind 690.000 Sportler in rund 2500 Vereinen organisiert. Die Senatsentscheidung bedeute „ein bisschen mehr Normalität“ vor allem für die vielen Kinder und Jugendlichen in den Vereinen, betont LSB-Sprecherin Angela Baufeld. Die Hygieneregeln bleiben mit Maskenpflicht und Duschverbot dennoch streng. Die Sportler dürfen nur in festen Gruppen trainieren. Eltern können nach wie vor nicht mit auf den Trainingsplatz.

„Das sich zurzeit rezessiv entwickelnde Infektionsgeschehen in Berlin, aber vor allem der bisher weitgehend verantwortungsvolle Umgang der Sportorganisationen und der Aktiven mit der Umsetzung der Corona-Regeln bieten eine hohe Gewähr, dass die Infektionssituation auch bei einer weiteren Öffnung des Sportgeschehens unter Kontrolle bleibt“, sagt Sportsenator Andreas Geisel (SPD). Über die neuen Regeln hat sich die Sportverwaltung mit der Sportfakultät der Humboldt-Universität beraten. Beim Amateurfußball ist damit ab sofort voller Trainingsbetrieb erlaubt. Zum Saisonbeginn im September soll – wenn möglich – der Wettkampfbetrieb freigegeben werden. Um bei einem Corona-Ausbruch schnell alle Kontaktpersonen zu ermitteln, müssen die Sportvereine aber Teilnehmerlisten führen.

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Dirk Jericho aus Mitte

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