Senat prüft U-Bahn-Verlängerung
Mega-Verkehrsprojekte werden zum Wahlkampfthema

Die U5 zum Hauptbahnhof war der erste U-Bahnneubau seit Jahrzehnten. Im Superwahljahr kommt aber wieder Schwung in das Thema. Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) hat vier Machbarkeitsstudien für U-Bahnstrecken vorgestellt.

Es geht um mögliche Verlängerungen der U6 zum ehemaligen Flughafen Tegel, der U8 ins Märkische Viertel, der U7 ab Rudow zum BER und ab Rathaus Spandau in Richtung Heerstraße sowie der U3 zum S-Bahnhof Mexikoplatz. Günther will die U7-Verlängerungen als Vorzugsvarianten genauer untersuchen lassen. Auch der U3-Lückenschluss zur S-Bahn wird priorisiert. SPD und CDU gehen die Pläne nicht weit genug; sie haben noch weitere Streckenvorschläge. Linke und Grüne sehen megateure U-Bahnprojekte eher skeptisch. Straßenbahnstrecken seien günstiger, schneller und umweltschonender zu bauen. Kristian Ronneburg von der Linkspartei befürchtet gar, dass Planer von Tramprojekten abgezogen werden. Der Clinch in der Koalition ist also noch nicht vorbei.

„Nicht über den U-Bahnausbau streiten, sondern machen!“, meint hingegen CDU-Chef Kai Wegner. Für ihn ist es unglaubwürdig, „dass der Senat jetzt urplötzlich vor den bevorstehenden Wahlen seine angebliche Liebe zur U-Bahn entdeckt“. Im Koalitionsvertrag von Rot-Rot-Grün steht auch kein einziges Wort zu U-Bahnverlängerungen. Der Fahrgastverband Igeb kritisiert die Pläne des Senats scharf. Mit den Milliardenausgaben für die U-Bahn könnte ein Vielfaches an Straßenbahnkilometern gebaut werden. Für die acht Kilometer U-Bahn zum BER müsste zudem Brandenburg die Hauptlast tragen, weil fast die gesamte U7-Verlängerung auf Schönefelder Gebiet verläuft. Wenn alles gut läuft, könnte die U-Bahn frühestens Mitte der 2030er-Jahre fahren. 

Sollte Berlin den Ausbau des U-Bahnnetzes vorantreiben?
Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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