Zielvorgabe: 6000 Wohnungen
Der Bezirk gibt es wenige Flächen für Neubau, dennoch sieht der Senat Potenzial

Von 2018 bis 2021 sollte und soll Neukölln Baugenehmigungen für 5955 Wohnungen erteilen. So haben es Bezirk und Senat vereinbart. Das geht aus einer Antwort von Regula Lüscher, Staatssekretärin bei der Senatsbauverwaltung hervor.

Um Auskunft hatte die Abgeordnete Gabriele Gottwald (Linke) gebeten. Sie wollte wissen, wie es um die Neubauplanungen in der Stadt bestellt ist. Außerdem stellte sie die Frage, ob dabei die Bevölkerungsdichte eine Rolle spiele. Nein, keine vorrangige, teilte Lüscher mit. Ausschlaggebend sei, ob es geeignete Flächen gebe. So sind die Zielvorgaben für die Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg höher als in Neukölln, obwohl sie als einzige dichter besiedelt sind. Trotzdem ist Neukölln noch weit von der vereinbarten Größenordnung entfernt. Von Anfang 2018 bis Ende August 2019 hat das Stadtplanungsamt nur 708 Genehmigungen erteilt, am wenigsten in ganz Berlin.

Wo könnten die Neubauten entstehen? Ein großes Projekt geht aller Voraussicht nach in knapp zwei Jahren an den Start. Auf den Buckower Feldern will die Stadt und Land rund 900 Wohnungen bauen. „Grundsätzlich kommen kurzfristig – also möglicherweise bis 2021 – beispielsweise Teile der Friedhofsfläche an der Hermannstraße oder das ehemalige Blub-Gelände an der Buschkrugallee infrage“, so Rathaussprecher Christian Berg. Aber auch durch Lückenschlüsse, Ausbau von Dachgeschossen und Überbauung von Discountern solle Wohnraum geschaffen werden.

Insgesamt hat der Senat im Bündniszeitraum von 2018 bis 2021 mit den Bezirken ein Neubaupotenzial von fast 98 000 Wohnungen vereinbart, somit entfallen sechs Prozent auf Neukölln. Niedriger ist die Quote nur in Reinickendorf, Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg. Die meisten Baugenehmigungen sollen in den kommenden Jahren Pankow, Spandau, Treptow-Köpenick und Lichtenberg erteilen.

Ob die Zielmarke, jedes Jahr 20 000 neue Wohnungen bezugsfertig zu machen, erreicht wird, ist jedoch ungewiss. „Eine Auswertung ergab, dass etwa 90 Prozent der genehmigten Wohnungen tatsächlich gebaut werden. Im zweiten Jahr nach der Genehmigung wird die Hälfte der Wohnungen fertig, die weiteren 40 Prozent ziehen sich dann aber über mehrere Jahre hin“, so Regula Lüscher.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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