Zwölf Einsatzkräfte verletzt
Offenbar verwirrter Mann greift mit Feuerlöscher an

Polizisten dringen in eine Wohnung ein, weil sie ein Unglück vermuten und werden mit einem Feuerlöscher besprüht: So geschehen am Dienstag, 18. Juni, an der Karl-Marx-Straße.

Ein Ladeninhaber hatte am Nachmittag die Einsatzkräfte alarmiert, weil von der Zimmerdecke Wasser in sein Geschäft lief. Zuvor hatte er an der Wohnungstür über ihm geklingelt – ohne Erfolg. Auch den Beamten von Polizei und Feuerwehr machte niemand auf. Also öffneten sie die Tür mit Gewalt.

Sofort besprühte sie der Wohnungsmieter mit einer unbekannten Flüssigkeit und anschließend mit einem Feuerlöscher. Die Beamten forderten Unterstützung an, betraten erneut die Wohnung und wurden wieder von dem Mann angegriffen. Danach sprang er vom Balkon in der ersten Etage und flüchtete.

Akute Atemnot

Die Polizei nahm ihn am Hermannplatz fest. Der 34-Jährige wurde einer Ärztin eines Krankenhauses vorgestellt, die eine Unterbringung auf der psychiatrischen Station verfügte. Insgesamt zwölf Einsatzkräfte litten wegen des Angriffs mit dem Feuerlöscher unter akuter Atemnot, zehn mussten ihren Dienst beenden.

Benjamin Jendro, Pressesprecher der Gewerkschaft der Polizei, kommentiert den Vorfall so: „Jeder, der sich anmaßt, polizeiliche Maßnahmen zu kritisieren, sollte sich derartige Einsätze und Ausnahmesituation, wenn hinter jeder Tür mit einer Gefahrenlage gerechnet werden muss, in Erinnerung rufen. Ich hoffe, dass die Verletzten schnell wieder auf die Beine kommen und sich vollständig erholen.“

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