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Neuköllner Buchhändler engagieren sich gegen Rechtspopulismus

Neukölln. Die Reihe „To Do: Demokratie!“ geht weiter. In diesen Tagen stehen zwei Lesungen und ein Workshop auf dem Programm.

Wie berichtet, hat die Initiative „Neuköllner Buchläden gegen Rechtspopulismus und Rassismus“ anlässlich der anstehenden Bundestagswahl einige kostenlose Veranstaltungen auf die Beine gestellt, um für Toleranz und Demokratie zu werben.

Am Donnerstag, 7. September, um 20 Uhr steht im BuchHafen, Okerstraße 1, eine Lesung aus dem Buch „Erzähl mir von Deutschland, Soumar“ auf dem Programm. Es geht um einen Deutschen, der aus Frust seine Heimat verlässt. Auf einer griechischen Fähre trifft er einen Syrer, der vor dem Krieg flieht. Gespräche folgen, und es entwickelt sich eine besondere Freundschaft. Der Autor Florian Schmitz und Soumar Abdullah sind anwesend und laden zum Diskutieren ein.

Zwei Tage später, am 9. September, ist Armin Langer um 19 Uhr zu Gast in der Rudower Buchhandlung Leporello, Krokusstraße 91. Er liest aus „Ein Jude in Neukölln“. Der Autor hat in der jüngsten Vergangenheit für Kontroversen gesorgt, als er sich unter anderem gegen den Präsidenten des Zentralrats der Juden stellte.

Dieser hatte im Hinblick auf die vielen arabischen Migranten eine Obergrenze bei Flüchtlingen gefordert. Armin Langer hingegen gründete die „Salaam-Schalom-Initiative“ und will beweisen, dass Muslime und Juden voneinander lernen können und zeigen, wie Gemeinschaft funktioniert.

Schließlich findet am Freitag, 15. September, von 19.30 bis 21.30 Uhr der Workshop „Rassismus als politisches System“ statt, und zwar im Raum B an der Wildenbruchstraße 4. Die Veranstaltung dreht sich um die Publizistin Hannah Arendt.

Sie hatte 1961 den Prozess gegen Adolf Eichmann verfolgt, der für die Ermordung von Millionen Juden mitverantwortlich war. In ihrem Buch über Eichmann prägte sie den Begriff von der „Banalität des Bösen“. Sie analysierte das Verhalten eines Einzelnen in dem totalitären Nazi-Regime und zeigte die Gefahren einer Bürokratisierung menschenunwürdiger Handlungen auf.

Die Teilnehmer des Workshops werden gemeinsam mit der Politikdidaktikerin Kathrin Hoetzel die Bedeutung von Arendts zentralen Aussagen für die Gegenwart diskutieren. sus

Weitere Informationen dazu unter  95 62 80 82 und contact@raumb.

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