Planverfahren für „Music Factory“
Ehemaliges Redaktionsgebäude des Berliner Rundfunks wird aufpoliert

Das entkernte Redaktionsgebäude soll saniert und auf der Freifläche davor sollen acht Neubauten errichtet werden. Im Hintergrund ist der denkmalgeschützte große Sendesaal zu sehen.
  • Das entkernte Redaktionsgebäude soll saniert und auf der Freifläche davor sollen acht Neubauten errichtet werden. Im Hintergrund ist der denkmalgeschützte große Sendesaal zu sehen.
  • Foto: Ralf Drescher
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Seit 25 Jahren ist das frühere Redaktionsgebäude des Berliner Rundfunks kein Blickfang. Dicht neben den denkmalgeschützten Bauten des Rundfunkgeländes wirkt der entkernte Plattenbau wie eine Ruine.

Ende April hat das Bezirksamt für diesen Teil des Grundstücks die Aufstellung eines Vorhabenbezogenen Bebauungsplans beschlossen. Den hatte der Eigentümer Fortress MSC GmbH im Februar 2019 für sein Projekt "Music Factory" beim Bezirk beantragt. Die vorhandene gewerbliche Nutzung des Umfelds soll mit dem Plan abgesichert und Einzelhandelsnutzungen sollen beschränkt werden. Eine Ausnahme möchte der Bezirk für den KFZ-Handel machen. Durch die Nähe des denkmalgeschützten Rundfunkkomplexes ergeben sich auch für das Plangrundstück zwischen Poggendorfweg und Rummelsburger Landstraße Einschränkungen, die der Investor beachten muss.

Und das ist geplant: Das frühere, fünfgeschossige Redaktionsgebäude soll saniert und gewerblich genutzt werden. Entlang der Rummelsburger Landstraße sind acht einzelne Baukörper, unterirdisch durch eine gemeinsame Tiefgarage verbunden, geplant.

Gastronomie, Büros, Musikstudio und Ateliers

Die Neubauten sollen gestaffelt mit vier bis sechs Vollgeschossen entstehen. Bereits in Vorbereitung des Bebauungsplanverfahrens wurde ein städtebauliches Konzept erarbeitet. In den Neubauten soll es unter anderem Büros, Studios, Ateliers, ein Hotel, Fitnessangebote und Flächen für Events geben. Das sanierte Redaktionsgebäude könnte eine Mischung aus Gastronomie, Büros, Musikstudio und Ateliers aufnehmen.

Für die Erschließung des Grundstücks muss an der Rummelsburger Landstraße eine neue Zufahrt für Anlieferung und Anbindung von 18 oberirdischen Stellplätzen gebaut werden. Von der Zufahrt aus erfolgt auch die Anbindung der geplanten Tiefgarage für rund 300 Fahrzeuge. Die Tiefgaragenzufahrt ist rund 40 Meter von der Grundstückseinfahrt entfernt, damit es nicht zu Beeinträchtigungen des Verkehrs auf der Rummelsburger Landstraße kommt.

Wann das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen und das Baugenehmigungsverfahren eingeleitet werden kann, wurde bisher nicht mitgeteilt. Auf einer unmittelbar benachbarten Fläche entwickelt ein weiterer Investor Pläne für "Nalepaland". Hier sollen Kreative und Unternehmen aus dem Bereich Technik und Medien auf rund 20 000 Quadratmetern Fläche unterkommen.

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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