Bildungscampus in der Botschaft geplant
Der Humanistische Verband erwirbt Immobilie an der Grabbeallee

Ein Transparent an der Fassade der ehemaligen Australischen Botschaft kündigt bereits an, was der Humanistische Verband mit dieser Immobile vorhat.
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  • Ein Transparent an der Fassade der ehemaligen Australischen Botschaft kündigt bereits an, was der Humanistische Verband mit dieser Immobile vorhat.
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Auf dem Grundstück der ehemaligen Australischen Botschaft in der Grabbeallee 34 sollen eine Schule und eine Kita entstehen. Dieses Ziel verfolgt der neue Eigentümer der Immobilie, der Humanistische Verband Deutschland (HVD). Bis vor wenigen Wochen war dieses unter Denkmalschutz stehende Gebäude noch das „Atelierhaus Australische Botschaft (Ost)“.

Dort arbeiteten 30 Künstler. Sie hatten einen Mietvertrag mit dem bisherigen Eigentümer, der Prexxot GmbH. Diese plante, dort Eigentumswohnungen zu bauen, erhielt dafür aber keine Baugenehmigung vom Bezirksamt. Deshalb versuchte die Prexxot GmbH, die Immobilie zu verkaufen. Ende Juni liefen die Mietverträge mit den Künstlern aus. Die Gemeinschaft hoffte allerdings, doch noch bleiben zu können. Man hatte vor, aus dem Haus ein Kunstzentrum mit Kunstraum, Ateliers, Werkstätten und öffentlichem Garten zu machen. Dafür wollten die Künstler das Grundstück selbst erwerben.

Doch das gelang nicht. Deshalb zogen die Künstler im Sommer aus. Der HVD ergriff die Gelegenheit. „Wir planen bereits seit zehn Jahren den Aufbau eines Humanistischen Bildungscampus mit Kita und Schule“, sagt Thomas Hummitzsch, Pressesprecher des HVD auf Anfrage der Berliner Woche. Deshalb war der HVD bereits seit Längerem auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie. Er reichte deshalb auch ein Angebot für den Kauf der ehemaligen Australischen Botschaft ein. Da die Künstlergemeinschaft die Kaufsumme nicht aufbringen konnte, erhielt der HVD schließlich als Zweitbewerber den Zuschlag. „Seit dem 1. September ist der HVD neuer Eigentümer“, so Hummitzsch.

Inzwischen habe man beim Bezirksamt eine Bauvoranfrage gestellt, ob eine Schule und eine Kita in diesem Gebäude eingerichtet werden können. Denn schließlich steht die Immobilie unter Denkmalschutz. Bis dazu eine Entscheidung fällt, soll die Immobilie zwischengenutzt werden. „Etliche unserer Projekte haben akuten Raumbedarf. Sie wachsen stetig, und einigen unserer Projekten sind leider auch die Räume gekündigt worden“, berichtet der HVD-Pressesprecher. So könnte das Gebäude zunächst vom Bereich Mitgliederbetreuung, von der Beratung für Wohnungslose, von der Schwangerschaftskonfliktberatung oder ähnlichen Projekten genutzt werden. Doch dazu müssen erst einmal die Sanitäranlagen, Telefonleitungen und ähnliches noch in Ordnung gebracht werden.

Wenn es grünes Licht für das Vorhaben Bildungscampus gibt, wird mit den nötigen Ausbauarbeiten begonnen. Und wenn alles zügig läuft, könnte der Campus zu Beginn des Kita- und Schuljahres 2021/2022 in Betrieb gehen. Geplant sind 60 Kita- und 120 Schulplätze für das jahrgangsübergreifende Lernen. Dass dieses Projekt in Pankow umgesetzt werden könnte, darüber sei man im HVD besonders erfreut, so Thomas Hummitzsch. Denn in Pankow gibt es einen Mangel an Kita- und Schulplätzen. Außerdem betreibt der HVD ganz in der Nähe eine Kita und mit seiner KIS Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe sowie der Kontaktstelle PflegeEngagement im nahe gelegenen Stadtteilzentrum Pankow beheimatet.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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