Lebenswelten in der Schule
Schüler der Pankower Schule Eins präsentierten die Ergebnisse ihrer Jahresprojekte

Christian Badel konstruierte und baute mit Schülern den Garbátomat. Dieser wirft in Schachteln kleine Kunstwerke aus.
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  • Christian Badel konstruierte und baute mit Schülern den Garbátomat. Dieser wirft in Schachteln kleine Kunstwerke aus.
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Die Schule Eins ist eine der wenigen Bildungseinrichtungen Pankows, in der Schüler von der ersten bis zur 13. Klasse zusammenbleiben können.Dass sich das Konzept bewährt hat, konnten Besucher der Schule bei einer Werkschau der Schüler erfahren. Unter dem Titel „Die Brut“ stellten sie vor, was sie im zurückliegenden Schulhalbjahr im Unterrichtsmodul Lebenswelten an künstlerischen und naturwissenschaftlichen Projekten „ausbrüteten“.

Dieses Modul verbindet den „normalen“ Unterricht mit Kursen am Nachmittag. Dort arbeiten Schüler nicht nur interdisziplinär, sondern auch jahrgangsübergreifend mit Lehrern, Erziehern und externen Fachleuten an Projekten. Und das Besondere an dieser Werkschau: Sie wurde von den Schülern eigenständig konzipiert, vorbereitet und gestaltet. Sowohl im Schulbereich im ehemaligen Jüdischen Waisenhaus, Berliner Straße 120, als auch im Schulhaus in der Hadlichstraße 44 konnten sich Besucher einen Überblick über die facettenreiche Projektarbeit verschaffen.

In einem Programm präsentierten sich zum Beispiel Schülergruppen, die bei einem Streetdance- und Rap-Projekt mitmachen. Außerdem war bereits ein kurzer Ausschnitt aus dem Musical „Pater Pan“ zu sehen, das in einem weiteren Projekt derzeit einstudiert und zum Sommerfest der Schule aufgeführt wird.

Ganz anders das Projekt Garbátomat. Dieser Name ist eine Wortkonstruktion aus Garbáty – so hieß die frühere Zigarettenfabrik am heutigen Schulstandort – und Automat. „Unser Motto dabei ist ‚Kunst statt Kippen‘“, sagt Christian Badel, der dieses Projekt leitet. Beim Garbátomat handelt es sich um einen selbstgebauten „Automaten“, der gegen einen kleinen Obolus Schachteln mit kleinen Kunstwerken ausspuckt, zum Beispiel Siebdrucke, kleine Holzkunstwerke oder einen Comic. Noch gibt es ihn nur als Prototypen. „Unser Ziel ist es aber, einen richtigen Automaten zu bekommen“, erklärt Badel. Gefördert wird dieses Projekt aus dem Pankower Projektfonds kulturelle Bildung des Bezirksamtes.

Besonders beeindruckend ist auch die interaktive Wanderausstellung „lupenrein & wasserfest“. Die Schüler befassten sich unter dem Motto „Rettet den Wilhelmsruher See“ intensiv mit Themen wie Umweltschutz und Gewässerökologie. In ihrer interdisziplinären Ausstellung vereinen sich nun Ergebnisse praktischen Umweltengagements, wissenschaftliche Erkenntnisse, künstlerische Arbeiten und Erfahrungen mit der Politik. Und weil die Ergebnisse so bemerkenswert sind, wird die Ausstellung vom 22. März bis 23. April in der Nachbarschaftsbibliothek Wilhelmsruh in der Hertzstraße 61 gezeigt.

Weitere Informationen zur Gemeinschaftsschule Eins gibt es auf www.schuleeins.de.

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