Gefährdung von Kindern?
Schulstadtrat weist Behauptungen zu Grundschule als unbewiesen zurück

Schulstadtrat Oliver Schworck weist die Behauptungen zurück.
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  • hochgeladen von Karen Noetzel

Die Behauptungen wiegen schwer. Regelmäßig sollen sich Fremde in der Teltow-Grundschule aufhalten. Im Schulhaus sollen Drogen verkauft werden, so eine Mutter. Sie habe fotografiert und gefilmt, die Schulleitung zur Rede gestellt.

Schulleitung, Schulamt und Schulstadtrat unternähmen nichts. Aber was ist dran an den geschilderten Vorkommnissen?

Laufend hielten sich schulfremde Personen im Gebäude auf, erzählt die Mutter. Es werde gedealt. Über den Schulhof liefen ungeniert Leute. Es habe einen Tuberkuloseverdachtsfall sowie einen Legionellenbefall in der Sporthalle gegeben. Die Eltern seien nicht informiert worden. Die Mutter bezichtigt Schulleitung und Stadtrat der Untätigkeit.

„Die Behauptungen sind bis heute unbewiesen“, entgegnet dazu Schuldezernent Oliver Schworck (SPD). Es habe eine größere Runde aus Schulleitung, Schulaufsicht, Eltern und Polizei stattgefunden, nachdem die Vorwürfe aufgekommen waren. Nichts konnte belegt werden. Die Polizei kann Drogenhandel an der Schule nicht bestätigen. Und die Gesamtelternvertretung sagt geschlossen: Es gibt keinen Handlungsbedarf.

Anwohner aus der Feurig- und der Ebersstraße nähmen als Abkürzung den Weg über den Schulhof, sagt Stadtrat Schworck. „Das kommt vor. Das ist nicht schön. Ich sehe darin aber keinen Anlass für hermetisch abgeriegelte Schulen.“

Von einem Tuberkuloseverdachtsfall hat der Stadtrat keine Kenntnis. Die Behauptung eines Legionellenbefalls stimme insofern, als dass 2018 „ein paar Proben den ersten Schwellenwert überschritten“ hätten. Es sei nicht besorgniserregend gewesen. Ein Ausspülen der Wasserleitungen habe genügt. Das Trinkwasser werde regelmäßig kontrolliert. 

Im Fall der Legionellen seien Irritationen aufgekommen. Das Schulamt, sagt Schworck, habe ohne Absprache mit dem Gesundheitsamt Informationen zur Gefährlichkeit der Bakterien in der Schule ausgehängt. Künftig werde er solche Aushänge auf eigene Faust unterbinden, erklärt Stadtrat Schworck.

Gegen die Mutter hat Oliver Schworck inzwischen ein Hausverbot an der Teltow-Grundschule ausgesprochen. „Sie stört den Schulbetrieb durch ihre Aktionen.“

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