Der Motor des Café Haberland geht
Urbanis-Chef Klas Beyer in den Ruhestand verabschiedet

Bürgermeisterin Angelika Schöttler (links) überreicht Opfernfan Klas Beyer eine Zeichnung der Maria Callas von Frank Ruenzi. Mit Beyer freut sich BVG-Chefin Sigrid Nikutta.
  • Bürgermeisterin Angelika Schöttler (links) überreicht Opfernfan Klas Beyer eine Zeichnung der Maria Callas von Frank Ruenzi. Mit Beyer freut sich BVG-Chefin Sigrid Nikutta.
  • Foto: Wirtschaftsförderung Tempelhof-Schöneberg / Martina Marijnissen
  • hochgeladen von Karen Noetzel

Das Café Haberland im U-Bahnhof Bayerischer Platz ist etwas Besonderes: nicht allein ein Kaffeehaus, sondern auch ein Ort, der Besuchern den Zugang zur Geschichte des Bayerischen Viertels eröffnet.

Dass dieser Ort entstehen konnte, ist vor allem einem Mann zu verdanken: Klas Beyer. Der Geschäftsführer der Urbanis wurde nun in den Ruhestand verabschiedet – im Café Haberland.

Das Café fasste kaum die Menschen, die dabei sein wollten, als Klas Beyer von der Vorstandsvorsitzenden der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Sigrid Nikutta, und Tempelhof-Schönebergs Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) persönlich in den Ruhestand verabschiedet wurde. Urbanis, eine Tochter der BVG, vermietet Gewerbeflächen an U-Bahn-, Bus- und Tramlinien.

In ihrer Rede hob Angelika Schöttler hervor, dass Beyer der Motor gewesen sei, um die Idee zum heutigen Café Haberland zu verwirklichen. „Das ist insofern besonders ungewöhnlich, weil die ureigenste Aufgabe der BVG die Beförderung von Menschen zu ihren Zielen ist. Das Café Haberland ist eine große Ausnahme.“ Es müsse am Thema gelegen haben, mutmaßte Bürgermeisterin Schöttler.

Im Rahmen der Sanierung des U-Bahnhofs am Bayerischen Platz wurde das alte Bahnhofsgebäude für einen Neubau abgerissen. Das habe dem Projekt des Zeitportals Café Haberland sehr gut getan, meint Martina Marijnissen von der Wirtschaftsförderung des Bezirks. „Denn so konnte gemeinsam neu geplant werden und das Café in dieser Form entstehen.“

Das Café Haberland existiert seit September 2014. Mittels Kurzfilmen, Lebenszeugnissen und Berichten vermittelt es die jüdische Geschichte des Quartiers und stellt einstige bekannte und weniger bekannte Bewohner vor.

Das Projekt wird neben der BVG und dem Bezirksamt von der Lottostiftung Berlin, dem Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart und dem Verein Quartier Bayerischer Platz unterstützt. Derzeit wird ein neuer Pächter für gesucht.

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