Friedenauer bekunden Willkommenskultur

Friedenau. Die Informationsveranstaltung über die Unterbringung von Flüchtlingen im Rathaus Friedenau geriet kürzlich zu einer Demonstration Friedenauer Willkommenskultur.

Zwei unaufgeregte Stunden für Bezirksamtsmitglieder und Landesvertreter auf dem Podium in der Kirche Zum Guten Hirten: Sorgen wie die um fehlende Kitaplätze oder um ein Ausspielen Obdachloser gegen Flüchtlingen blieben Einzelfälle.

Viele Teilnehmer gaben Anregungen zur Flüchtlingsbetreuung im Rathaus und fragten nach Unterstützungsmöglichkeiten. Die kurze Präsentation der am 11. November gegründeten Bürgerinitiative „Friedenau hilft“ (www.friedenau-hilft.de) fand großen Anklang.

Voraussichtlich im Februar, nach Umbauarbeiten und Trinkwasserkontrollen durch das Gesundheitsamt, werden in dem Verwaltungsgebäude rund 400 Menschen, Familien, Frauen und Kinder aus Syrien und Afghanistan, untergebracht, so der Staatssekretär für Flüchtlingsfragen, Dieter Glietsch. Wer die Notunterkunft betreibt, sagte er nicht. Die Entscheidung für das Rathaus als Notunterkunft sei sehr kurzfristig gefallen, ergänzte Birgit Möhring. „Wir wollen dort dauerhaft Flüchtlinge unterbringen. Das Rathaus wird ein Wohnheim“, so die Geschäftsführerin der Berliner Immobilienmanagement GmbH. Ein Wohnheim mit besonderen Angeboten, ein „Vorzeigeprojekt“.

Vier Sporthallen gemeldet

Trotzdem werde das Rathaus eine Notunterkunft – mit hoher Fluktuation, so Dieter Glietsch. Mit großer Wahrscheinlichkeit bleiben das Theater Morgenstern und die Bibliothek im Haus.

Im Bezirk sind aktuell rund 5000 Flüchtlinge untergebracht, davon 1800 in Gemeinschaftsunterkünften und 3800 in Notunterkünften. Die meisten im ehemaligen Flughafen Tempelhof. Das Bezirksamt hat als mögliche Unterkünfte vorsorglich vier Sporthallen an das Landesamt für Gesundheit und Versorgung gemeldet. Als Unterbringungsort für Frauen und Familien hat Bürgermeisterin Angelika Schöttler das ehemalige Verwaltungsgebäude in der Handjerystraße 44-45 im Auge. Es gehört heute dem Nachbarschaftsheim Schöneberg. KEN

Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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