Schwule gedenken und demonstrieren zwei Tage lang

Ein ganz fröhlicher Trauerzug durch Schöneberg. An der Spitze: Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD).
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  • Ein ganz fröhlicher Trauerzug durch Schöneberg. An der Spitze: Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD).
  • Foto: BA Tempelhof-Schöneberg
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Schöneberg. Noch heute wird Homosexualität in 76 Staaten der Erde strafrechtlich verfolgt. In sieben Ländern droht sogar die Todesstrafe.

Daher lautete „Vielfalt ist grenzenlos“ das Motto des diesjährigen „Internationalen Tags gegen Homophobie und Transphobie“. Er erinnert an die Streichung von Homosexualität aus dem Krankheitenkatalog der Weltgesundheitsorganisation im Mai 1990.

Anlässlich des Gedenktags hatten der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg und das Bündnis gegen Homophobie zu einer Kundgebung am U-Bahnhof Wittenbergplatz aufgerufen. Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem von Berlins Staatssekretärin für Frauen und Integration, Barbara Loth, und Bürgermeisterin Angelika Schöttler (beide SPD).

Wie der Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak (CDU) macht sich auch Bürgermeisterin Schöttler für mehr Opferschutz für homosexuelle und transgeschlechtliche Flüchtlinge stark. „Es muss auf jeden Fall sichergestellt werden, dass die Betroffenen qualifizierte Beratung und Unterstützung erhalten. Dazu zählen auch genug Plätze in eigens für diese Zielgruppe vorgehaltenen Unterkünften“, so Schöttler.

Das schwule Anti-Gewalt-Projekt „Maneo“ beteiligte sich an dem internationalen Tag mit der Aktion „Kiss Kiss Berlin“ und zwölf „Regenbogenkuchen“. Den letzten Kuchen schnitt Angelika Schöttler dann in den Räumen von Maneo in der Bülowstraße an.

Auch schon tags zuvor war sie für den Regenbogen unterwegs. Mit der Rathauschefin an der Spitze zog ein Trauermarsch am „International Aids Candlelight Memorial Day“ zur Erinnerung an die an der Immunschwächekrankheit Gestorbenen durch den Schöneberger Norden.

Die Route des von der Berliner Aids-Hilfe organisierten Trauerzugs führte vom Café Ulrichs in der in Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße umbenannten Einemstraße über die Kurfürsten-, Froben-, Bülow- und Motzstraße, die Eisenacher, Fugger- und Martin-Luther-Straße zur Gedenkstele „Gegen das Vergessen“ an der Urania. Dort wurden ein Kranz niedergelegt und Kerzen angezündet. Luftballons stiegen auf. KEN

Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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