Bezirk ehrt acht Bürger und zwei Vereine für ihr ehrenamtliches Engagement

Die höchste Auszeichnung für das Ehrenamt im Bezirk: die Verdienstmedaille.
  • Die höchste Auszeichnung für das Ehrenamt im Bezirk: die Verdienstmedaille.
  • Foto: BA Tempelhof-Schöneberg
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Tempelhof-Schöneberg. Die Verdienstmedaille und der Förderpreis sind die höchsten Auszeichnungen, die der Bezirk für bürgerschaftliches Engagement alljährlich zu vergeben hat.

Bei einem Festakt am 30. Juni im Goldenen Saal des Rathauses Schöneberg hat Bürgermeisterin Angelika Schöttler fünf Frauen und drei Männer sowie zwei Vereine geehrt.

Henry Dinter organisiert als langjähriger Vorsitzender des Kleingartenvereins Grüne Aue inmitten des Südgeländes das traditionelle Kinderfest der Laubenpieper und hat unter anderem die regelmäßige Obstspende an die Diakoniestation in der Rubensstraße initiiert.

Ohne Renate Friedrichs gäbe es den Verein „Quartier Bayerischer Platz“ wahrscheinlich nicht. Als dessen Vorstandsmitglied und Bürgerbeauftragte betreut und organisiert sie die Ausstellung zur Quartiersgeschichte im Themencafé „Café Haberland“ und vieles mehr.

Hans Menzlers ehrenamtliches Engagement seit 2005 in der evangelischen Zwölf-Apostel-Gemeinde ist so vielfältig, dass hier nur seine bedeutendsten Einsätze genannt seien: in der Friedensgruppe und in der Gruppe „offene Kirche“, im Kirchcafé, in der Suppenküche „Apostelstube“ sowie im Verein „Efeu“ zur kulturhistorischen Förderung des Alten St. Matthäus-Kirchhofs.

Anita Carstens ist seit über 40 Jahren in Friedenau ehrenamtlich tätig, im Konzertchor Friedenau und als Produzentin von Marmelade mit Obst aus dem eigenen Kleingarten, deren Verkaufserlös von ihr an soziale Projekte geht. Beate Strey hat im Friedenauer Turn- und Sportclub 1888 als Abteilungsleiterin im Turnen und Übungsleiterin im Kinderturnen die Mitgliederzahl des Vereins seit 1976 beeindruckend gesteigert: von einst 32 auf heute sage und schreibe 620, davon über 460 Kinder.

Aus Marienfelde ist Urgestein Klaus Jürgen Geisler als Berater des dortigen TSV, als Bürgerdeputierter im BVV-Sportausschuss und Vorsitzender der Kyffhäuser-Kameradschaft nicht mehr wegzudenken. Ebensowenig wie Christel Müller-Güntner, die seit 2006 das Nachbarschaftscafé im Alten Waschhaus leitet und seit zwei Jahren auch im Vorstand des Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrums wirkt. Müller-Güntner engagiert sich in unterschiedlichen Projekten des Quartiersbüros für die Großsiedlung Waldsassener Straße und ist Mitglied in der Vergabejury W40.

In Tempelhof arbeitet Corinna Ehrhardt in evangelischen Familiengottesdiensten mit und betreut Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft Georg-Kriedte-Haus in Lichtenrade. Seit mehr als zehn Jahren ist sie auch für den Förderverein „Spatz“ der Kinderklinik im St.Joseph-Krankenhaus in Tempelhof im Einsatz.

Der Förderverein „Spatz“ ist in diesem Jahr Preisträger des Förderpreises. Er unterstützt in der Hauptsache das „Josephinchen“, das Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit der genannten Klinik, um den Aufenthalt der kleinen Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten. Derzeit engagiert sich der Verein auch für Projekte mit geflüchteten Minderjährigen.

Den mit insgesamt 1000 Euro dotierten Förderpreis teilt sich „Spatz“ mit dem Arbeitskreis „Lern- und Gedenkort Annedore und Julius Leber“. Er setzt sich seit 2012 für die Erinnerung an den sozialdemokratischen Widerstandskämpfer Julius Leber und die publizistische Tätigkeit seiner Frau Annedore nach dem Krieg ein und arbeitet an der Ausgestaltung der ehemaligen Leberschen Kohlenhandlung in der Torgauer Straße als Lern- und Gedenkort.

Bürgermeisterin Angelika Schöttler lobte die lebendige Vielfalt bürgerschaftlichen Engagements im Bezirk. „Unser Gemeinwesen ist auf ein solches Engagement angewiesen.“ KEN

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