Kommen Geflüchtete zurück aufs Tempelhofer Feld?
Tempohomes bleiben als Reserve erhalten

Die Tempohomes werden noch länger zum Erscheinungsbild des Tempelhofer Felds gehören.
  • Die Tempohomes werden noch länger zum Erscheinungsbild des Tempelhofer Felds gehören.
  • Foto: Philipp Hartmann
  • hochgeladen von Philipp Hartmann

Die Tempohomes auf dem Tempelhofer Feld, die eigentlich im ersten Quartal abgebaut werden sollten, bleiben stehen. Der Senat benötigt die 900 Container als Reserve, sollten künftig wieder mehr Geflüchtete nach Berlin kommen.

Die dramatische Situation an der Grenze von Griechenland und der Türkei habe den Senat dazu veranlasst, Verantwortung zu übernehmen. Berlin habe entschieden, mehr Geflüchtete aufzunehmen, als derzeit regulär in der Stadt ankommen. Wie Stefan Strauß, Pressesprecher der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, gegenüber der Berliner Woche erklärt, seien dafür 4400 Plätze verfügbar.

2000 Plätze sind demnach innerhalb der bestehenden Unterkünfte des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) vorhanden und werden für den Notfall generell freigehalten. Hinzukommen 400 bezugsfertige Plätze in einer Einrichtung in der Buchholzer Straße in Pankow und die insgesamt 1000 Plätze, die das Containerdorf auf dem Tempelhofer Feld bietet. Weitere 1000 Plätze wären in der Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne in Spandau für die Unterbringung verfügbar. Diese müssten jedoch noch durch den Bund freigegeben werden.

Der Abbau der Tempohomes in Tempelhof wurde mit der Entscheidung des Senats gestoppt. Laut Stefan Strauß hatte die damit beauftragte Berliner Immobilienmanagement GmbH zuvor bereits einige Leitungen, darunter die Strom- und Wasserversorgung der Wohncontainer, gekappt. Diese müssen nun wieder angeschlossen werden.

Wie lange die Tempohomes für den Ernstfall vorgehalten werden und ob und wann Geflüchtete auf das Tempelhofer Feld zurückkehren, ist aktuell nicht vorauszusehen. „Es bleibt aber definitiv eine temporäre Einrichtung und keine auf Dauer“, so der Sprecher der Senatsverwaltung.

Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

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