Corona kommt jetzt ins Museum
Persönliche Beschreibungen unserer Leser sind gefragt

Auch dieses Selbstporträt von Reporter Ralf Drescher nach der Blutspende ist ein Stück Bezirksgeschichte. | Foto: Ralf Drescher
  • Auch dieses Selbstporträt von Reporter Ralf Drescher nach der Blutspende ist ein Stück Bezirksgeschichte.
  • Foto: Ralf Drescher
  • hochgeladen von Ralf Drescher

Schon jetzt steht fest, dass die Corona-Krise für viele ein einschneidendes Erlebnis ist. Mancher führt sogar Tagebuch, andere dokumentieren ihre Erfahrungen fotografisch.

Das Bezirksmuseum möchte die persönlichen Eindrücke dokumentieren: leere Straßen und Plätze, geschlossene Bibliotheken und Kultureinrichtungen, in nicht wenigen Familien Homeoffice und Heimbeschulung der Kinder. Seit Mitte März dominiert die Corona-Pandemie auch das Leben in Treptow-Köpenick. „Wie haben Sie die Pandemie bis zum heutigen Tag erlebt? Gab es besondere Momente und Erfahrungen“, fragt die für den Bereich Museum zuständige Stadträtin Cornelia Flader (CDU) in einem Aufruf.

Entstehen soll ein Erinnerungsspeicher mit persönlichen Notizen und Fotografien, eine Art regionalgeschichtliche „Corona“-Sammlung des Bezirks. „Vielleicht stellen uns ja Leser ihr Tagebuch zur Verfügung. Auch Bilder, die persönliches Erleben beim Einkauf, mit Regalen ohne Toilettenpapier, leeren Straßen und abgesperrten Spielplätzen oder bei inzwischen wieder möglichen sportlichen Betätigungen zeigen, sind gefragt“, sagt Museumsleiterin Agathe Conradi. Erinnerungen und Fotos müssen selbst angefertigt sein und sollen aus Treptow-Köpenick stammen oder einen anderen Bezug zum Bezirk haben.

„Irgendwann ist ja auch Corona Geschichte und die Erinnerungen könnten in eine Ausstellung und in eine Dokumentation einfließen“, sagt Agathe Conradi.

Auch ungetragene Masken werden genommen

Das Museum hat zu diesem Zwecke Kontakt zur Hochschule für Technik und Wirtschaft aufgenommen. Auch Projekte aus dem Bezirk, die Gesichtsschutzmasken für die Bevölkerung herstellen, werden derzeit angefragt. Möglichst viele verschiedene Varianten von – natürlich ungetragenen – Masken sollen ebenfalls aufbewahrt werden.

Die Fotos, mit denen Sie ihre Erlebnisse dokumentiert haben, können mit der Kamera und ebenso mit dem Smartphone aufgenommen sein. Weitere Informationen erhält man direkt beim Museum Treptow-Köpenick. Kontakt unter Telefon 902 97 33 51, Fotos und elektronische Dokumente können auch per E-Mail an museum@ba-tk.berlin.de geschickt werden.

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

16 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

WirtschaftAnzeige
Für weitere rund 180.000 Haushalte in Berlin baut die Telekom Glasfaserleitungen aus. | Foto: Telekom

Telekom baut Netz aus
Glasfaser-Internet hier im Bezirk

Ab Dezember starten die Arbeiten zum Ausbau des hochmodernen Glasfaser-Netzes in Borsigwalde, Friedenau, Frohnau, Hakenfelde, Lichtenrade, Lübars, Mariendorf, Neu-Tempelhof, Reinickendorf, Schöneberg, Spandau, Tegel, Waidmannslust, Wilhelmstadt und Wittenau. Damit können weitere rund 180.000 Haushalte und Unternehmen in Berlin einen direkten Glasfaser-Anschluss bis in die Wohn- oder Geschäftsräume erhalten. Die Verlegung der Anschlüsse wird im Auftrag der Telekom durchgeführt. Bis 2030 plant...

  • Borsigwalde
  • 11.12.24
  • 792× gelesen
WirtschaftAnzeige
JRB DER HEIMWERKER hat alles, was Ihr Weihnachtsfest schöner macht. | Foto: JRB DER HEIMWERKER

JRB DER HEIMWERKER
Alles für Advent und Weihnachten

JRB DER HEIMWERKER hat ein stimmungsvolles und umfangreiches Angebot im Weihnachtsmarkt für Sie, liebe Kunden, zusammengestellt. Im EG. und 1. OG, das Sie bequem mit Rolltreppe oder Aufzug erreichen können, erwartet Sie eine große Auswahl an Weihnachtsdekoration. Christbaumkugeln und Spitzen in vielen Farben und Formen sowie viele Deko-Artikel, Figuren sind in großer Auswahl vorhanden. Das wichtigste ist ein guter Weihnachtsbaumständer und natürlich die Beleuchtung. Wir führen Lichterketten,...

  • Köpenick
  • 27.11.24
  • 795× gelesen
WirtschaftAnzeige
Einstiegstüren machen Baden und Duschen komfortabler. | Foto: AdobeStock

GleichWerk GmbH
Seniorengerechte Bäder und Duschen

Seit März vergangenen Jahres ist die Firma GleichWerk GmbH in Kremmen der richtige Partner an Ihrer Seite, wenn es um den Innenausbau Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung geht. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch seine Dienste für Hausverwaltungen an. Geschäftsführender Inhaber des Fachbetriebs ist Dennis Garte, der nach jahrelanger Berufserfahrung den Schritt in die Selbstständigkeit wagte, wobei er über ein großes Netzwerk an Kooperationspartnern sowie angesehenen Handwerksfirmen verfügt....

  • Umland Nord
  • 04.12.24
  • 488× gelesen
WirtschaftAnzeige
Für weitere rund 84.000 Haushalte in Berlin baut die Telekom Glasfaserleitungen aus. | Foto: Telekom

Telekom vernetzt
Glasfaser-Internet hier im Bezirk

Aktuell laufen die Arbeiten zum Ausbau des hochmodernen Glasfaser-Netzes in Berlin auf Hochtouren. Neue Arbeiten starten nun auch in Alt-Hohenschönhausen, Fennpfuhl, Friedrichsfelde, Friedrichshain, Karlshorst, Kreuzberg, Lichtenberg und Rummelsburg. Damit können nun rund 84.000 Haushalte und Unternehmen einen direkten Glasfaser-Anschluss bis in die Wohn- oder Geschäftsräume erhalten. Die Verlegung der Anschlüsse wird im Auftrag der Telekom durchgeführt. Bis 2023 plant die Telekom insgesamt...

  • Alt-Hohenschönhausen
  • 11.12.24
  • 969× gelesen
KulturAnzeige
Blick in die Ausstellung über den Palast der Republik. | Foto: David von Becker
2 Bilder

Geschichte zum Anfassen
Die Ausstellung "Hin und weg" im Humboldt Forum

Im Humboldt Forum wird seit Mai die Sonderausstellung „Hin und weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart“ gezeigt. Auf rund 1.300 Quadratmetern erwacht die Geschichte des berühmten Palastes der Republik zum Leben – von seiner Errichtung in den 1970er-Jahren bis zu seinem Abriss 2008. Objekte aus dem Palast, wie Fragmente der Skulptur „Gläserne Blume“, das Gemälde „Die Rote Fahne“ von Willi Sitte, Zeichnungen und Fotos erzählen von der damaligen Zeit. Zahlreiche Audio- und Videointerviews geben...

  • Mitte
  • 08.11.24
  • 1.877× gelesen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.