Der Einzelhandel bleibt präsent
Ausgewählte Läden dürfen weiterhin öffnen / Desinfektionsmittel schwer zu bekommen

Buchhändler Dirk Sarnoch in seinem Geschäft.
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  • Buchhändler Dirk Sarnoch in seinem Geschäft.
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Corona- Unternehmens-Ticker

Die Corona-Krise in unserem Land hält auch Einzelhandel und Gastronomie in Schach. Lebensmittelhändler dürfen und sollen aber öffnen, um die Versorgung der Berliner zu gewährleisten.

Der Einzelhandelsstandort am Bahnhof Schöneweide: Die Möbelmärkte und der Sportartikelhändler Decathlon sind geschlossen. Edeka hat geöffnet. Auf der anderen Seite befindet sich das 2003 eröffnete Zentrum Schöneweide mit seinen 45 Shops. Nicht alle Geschäfte sind von der amtlich verordneten Schließung betroffen. Geöffnet sind unter anderem Kaufland, die Bäcker, der erst Ende Februar eröffnete Biomarkt, sowie Apotheke und Drogeriemarkt. Eine komplette Liste der geöffneten Geschäfte mit den Öffnungszeiten finden Sie im Internet unter www.zentrumschoeneweide.de. "Unser Büro ist besetzt. Wir kümmern uns um Reinigung und Desinfizierung der Kundenbereiche, haben aber bereits Probleme, das nötig Desinfektionsmittel zu bekommen", erklärt Center-Manager Stefan Kollar. Das Parkhaus ist geöffnet.

Dirk Sarnoch ist ein Einzelkämpfer. Der 55-Jährige führt seit acht Jahren die Peak-Buchhandlung an der Wilhelminenhofstraße. „Wir dürfen weiter öffnen, Bücher sind ja für viele Menschen fast schon Lebensmittel. In den ersten Tagen nach offizieller Schließung vieler Geschäfte konnte man meinen, wenn die Leute ihr Geld nicht in den Klamottenladen tragen können, dann kaufen sie eben Bücher“, so sein Eindruck. Ein Teil der Kunden bestellt seine Bücher über die Internetseite des Geschäfts und kommt nur kurz zum Abholen. Ohnehin sind meist nur ein bis zwei Kunden im Geschäft. Trotzdem hat Dirk Sarnoch optische Abstandshalter auf den Fußboden geklebt.

Gaststätten hingegen müssen geschlossen bleiben. Kurz vor der offiziellen Schließung hatten wir Mitte März noch im Lokal „Zu Gardestube“ in der Köpenicker Altstadt vorbeigeschaut. „Ich sitze jetzt zu Hause. Vorher habe ich alles, was man einfrieren kann, eingefroren. Wir hatten zuletzt die Tische weit auseinandergestellt, aber nur noch wenige Stammkunden kamen. Jetzt informiere ich mich, ob und wie ich finanzielle Unterstützung beantragen kann“, sagt Gastwirt Michael Sternbeck.

Im Kino „Union“ an der Bölschestraße in Friedrichshagen sind ebenfalls fast alle Lichter aus. „Ein großer Teil unser 46 Mitarbeiter ist in Kurzarbeit. Nur das Büro ist geöffnet, wir arbeiten unter anderem am Programm für die Saison des Freiluftkinos. Außerdem bemühe ich ich für den lange geplanten Umbau des großen Saals um Fördermittel“, sagt Kinochef Matthias Stütz. In diesen Tagen kam eine gute Nachricht ins Haus. Im Gegensatz zu vielen anderen Kulturbetrieben, die noch nicht wissen, ob und wie sie finanziell unterstützt werden, erhielt er ein Signal vom Medienboard Berlin Brandenburg. Alle Filmtheater, die sich in diesem Jahr um den Kinoprogrammpreis beworben haben, bekommen eine Soforthilfe von 10 000 Euro. „Damit kann ich meine Kosten zumindest für 20 Tage decken“, sagt Stütz.

Wer rund um den Bahnhof Köpenick einkaufen möchte, kann das nach wie vor im Einkaufszentrum Forum Köpenick tun. Auch hier sind die Lebensmittelgeschäfte, darunter Rewe, ein Biomarkt, die Apotheke, der Optiker sowie Post und Sparkasse geöffnet, das Parkhaus ist ebenfalls zugänglich. Infos unter www.forum-koepenick.de.

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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