Nahverkehrsplan verspricht viel
Mehr Busse und Bahnen und schnelle Taktung

Der gerade vom Senat vorgestellte Nahverkehrsplan Berlin 2019-2023 verspricht für den Berliner Norden eine Reihe von Verbesserungen.

Der aktuelle Nahverkehrsplan weist sogar über das Jahr 2023 hinaus. So nimmt er schon die S-Bahnlinie 15 auf, die bis 2030 Frohnau mit dem Hauptbahnhof verbinden soll. Die Verbindung von Frohnau nach Wannsee soll tagsüber durchgängig mit Acht-Wagen-Zügen abgedeckt werden. Zwischen Tegel und Teltow-Stadt sollen tagsüber durchgängig Sechs-Wagen-Züge unterwegs sein.

Geduld brauchen Fahrgäste, die sich einen Zehn-Minuten-Takt zwischen Frohnau und Oranienburg wünschen. Dieser Service kann laut Nahverkehrsplan erst nach 2030 realisiert werden und gilt dort als „optionaler Bedarf“. Immerhin ist der teilweise zweigleisige Ausbau der Kremmener Bahn von Schönholz bis Tegel bis Mitte der 2020er Jahre vorgesehen, was auch dort einen Zehn-Minuten-Takt ermöglichen kann, sowie einen neuen S-Bahnhof Borsigwalde an den Holzhauser Straße.

Alle dreieinhalb Minuten eine U-Bahn

Verbesserungen soll es auch bei der U-Bahn geben. Die den Bezirk querenden Linien 6 und 8 sollen in der Hauptverkehrszeit im 3,3-Minuten-Takt fahren, allerdings mehrheitlich erst nach 2023, weil erst dann genügend Fahrzeuge zur Verfügung stehen.

Laut Nahverkehrsplan könnte Reinickendorf auch in den Genuss einer Straßenbahn kommen. Sie würde den Charlottenburger Mierendorffplatz über den S- und U-Bahnhof Jungfernheide mit dem Wirtschafts- und Wohnstandort auf dem dann geschlossenen Flughafen Tegel verbinden. Hier sehen die Verkehrsplaner des Senats zudem eine Erweiterungsoption Richtung Wittenau. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen: Der Bereich des ehemaligen Flughafens Tegel könnte auch über einen Abzweig der U-Bahnlinie 6 vom Kurt-Schumacher-Platz aus an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen werden.

Auch die Erweiterung der Buslinien ist geplant. Geprüft wird eine Metrolinie 22 vom Kurt-Schumacher-Platz über Wilhelmsruh und Märkisches Viertel bis Waidmannslust, sowie eine X-22-Verbingung von Waidmannslust über Rathaus Reinickendorf bis Jungfernheide. Für die Linien 125 und 221 soll ein grundsätzlicher Zehn-Minuten-Takt geprüft werden.

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