Jessica Ebert will Mitbestimmung von Kindern- und Jugendlichen sichtbar machen
Raus aus dem Scheindasein

Jessica Ebert will das Engagement von Kindern und Jugendlichen in Spandau sichtbar machen.
  • Jessica Ebert will das Engagement von Kindern und Jugendlichen in Spandau sichtbar machen.
  • Foto: Bezirksamt
  • hochgeladen von Ulrike Kiefert

Jessica Ebert ist Spandaus neue Kinder- und Jugendbeauftragte. Sie hat an der Alice-Salomon-Hochschule studiert und wird in den nächsten Wochen vor allem eines tun: netzwerken.

Fast eineinhalb Jahre lang war die Stelle vakant. Jetzt hat Spandau wieder eine Kinder- und Jugendbeauftragte. Sie heißt Jessica Ebert, ist 38 Jahre alt und studierte Erzieherin und Sozialarbeiterin. Ihre Hauptaufgabe wird es sein, sich dafür einzusetzen, dass Spandau ein kinder- und jugendfreundlicher Bezirk ist, in dem Kinder und Jugendliche das Recht haben, sich einzumischen und Verantwortung zu übernehmen, in dem sie gehört und motiviert werden, sich an wichtigen Projekten zu beteiligen. Zum Beispiel bei der Freizeitgestaltung, Spielplatzplanungen oder in der Bezirkspolitik.

„Viele junge Menschen setzen sich in Spandau bereits kreativ und engagiert für ihre Interessen ein“, sagt Jessica Ebert. „Ein guter Anfang ist es, dies sichtbar zu machen und ihnen das Engagement dauerhaft zu ermöglichen. Das gilt auch für die wichtige Koordination solcher Prozesse.“ Denn die Mitbestimmungsrechte von Kindern und Jugendlichen, die beispielsweise die UN-Kinderrechtskonvention und viele andere Gesetze garantieren, seien oft durch unterschiedliche Mechanismen eingeschränkt, weshalb Beteiligung ein Scheindasein friste, sagt Jessica Ebert.

Bestehende Angebote
besser vernetzen

Das mag auch daran liegen, dass Träger und ihre Angebote in Spandau zu wenig bekannt sind oder sie sich untereinander nicht kennen. Obwohl es diverse Formen der Beteiligung für Kinder und Jugendliche schon lange gibt. Den „Initiativkreis Mitbestimmung“ und das „Peer-Netzwerk“ des Vereins Kompaxx zum Beispiel. Oder das Jugendforum, die Jugendgeschichtswerkstatt, der Jugendmigrationsdienst, die Partnerschaft für Demokratie, das Bezirksprojekt „Raum für Kinderträume“ oder die Drehscheibe Kinder- und Jugendpolitik Berlin, eine landesweite Koordinierungsstelle für die Partizipation junger Menschen. „Meine Aufgabe ist es, hier Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben“, sagt die Kinder- und Jugendbeauftragte.

Das Kennenlernen und Netzwerken wird für Jessica Ebert deshalb in den nächsten Wochen vorrangig sein. Sie will in die Jugendfreizeiteinrichtungen, Kitas und Familienzentren gehen, sich auf Stadtteilkonferenzen, bei Quartiersmanagern und Trägern vorstellen. Nächste Termine sind für sie der  Internationale Weltspieltag und die U18-Europawahl im Mai. Jessica Ebert: „Ich freue mich auf Spandau und darauf, mit den Kindern und Jugendlichen und ihren vielen Unterstützern dabei mitwirken zu können, dass sich Spandau zu einem kinder- und jugendfreundlichen Bezirk weiterentwickelt.“

Die Kinder- und Jugendbeauftragte sitzt im Rathaus im Raum 228. Erreichbar ist sie unter 902 79 28 09 oder per E-Mail an kijube@ba-spandau.berlin.de.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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