Für die Erstaufnahme am Waldschluchtpfad stocken die Kaufverhandlungen
Sechs Unterkünfte noch bewohnt

Wie geht es weiter mit den Flüchtlingsunterkünften? Wie lange laufen die Verträge, wo wird umgebaut? Im Integrationsausschuss gab es jetzt Auskünfte dazu.

Sechs bewohnte Unterkünfte hat Spandau noch: am Waldschluchtpfad in Hohengatow, Spandauer Straße 22 und Pichelswerder Straße 3, Ecke Freudstraße und Kraepelinweg, Am Oberhafen 7 und das erst im Januar bezogene Tempohome am Rohrdamm. An allen sechs Standorten leben 1821 Flüchtlinge. 410 Plätze sind nicht belegt. Die Notunterkunft in der früheren Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne gilt nicht mehr als reguläre Unterkunft, informierte Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD), da sie Teil des Ankunftszentrums im Alt-Flughafen Tempelhof sei. Bis Jahresende soll sie aber schließen. Nach der Sanierung will wie berichtet die Bundespolizei aufs Gelände.

Die Unterkunft am Askanierring 71 wiederum steht derzeit leer. Sie soll jedoch baulich ertüchtigt und danach als Unterkunft wiedereröffnet werden. Wann genau, weiß man im Rathaus noch nicht. Für die Pichelswerder Straße läuft der Vertrag bis Ende 2020. Das MUF an der Freudstraße bleibt mindestens noch bis Mitte 2020. Betreiberin ist die AWO Mitte. Nach dem Auszug der 320 Bewohner übernimmt die Gewobag das Haus für „normale“ Mieter. Für das Tempohome Am Oberhafen endet der Vertrag im Oktober 2019. Eine Verlängerung um sechs Monate schloss Kleebank jedoch nicht aus. Das entscheide das zuständige Landesamt (LAF).

Wie weiter am Waldschluchtpfad?

Keine Schließungspläne gibt es  für den „Birkenhof“ an der Spandauer Straße. Im Bezirk rechnet man damit, dass die Gemeinschaftsunterkunft zehn weitere Jahre offen bleibt. Wie es mit dem „AWO Refugium“ am Waldschluchtpfad weitergeht, ist indes ungewiss. Die Erstaufnahme mit 500 Plätzen sollte eigentlich längst zur Gemeinschaftsunterkunft mit deutlich weniger Bewohnern werden. Doch laut Bezirksamt stocken die Kaufhandlungen zwischen dem Land (BIM) und dem Eigentümer Vivantes. Bevor die nicht abgeschlossen sind, will das Land nicht in den Umbau investieren.

Berlin hat noch 88 Unterkünfte mit 21.900 Bewohnern. Die meisten Unterkünfte haben Lichtenberg (13) und Pankow (12).

Autor:

Ulrike Kiefert aus Spandau

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