Damit der Verkehr rollt: Berlin testet Zustellung mit Lastenrädern

Der Onlinehandel wächst, immer mehr Fahrzeuge sind nötig, um Pakete zuzustellen. Sie parken oft in zweiter Reihe und sorgen für Staus. Lastenräder sollen das Problem künftig lösen.

In Berlin ist eigentlich alles im Überfluss vorhanden: Kleine Läden, riesige Supermärkte und noch größere Einkaufszentren. Trotzdem wird online bestellt – sogar Lebensmittel-Lieferungen gewinnen an Beliebtheit. Letzteres habe ich noch nie getestet, aber Klamotten, Bücher, Elektronik etc. schon.

Was uns die Wege spart, verstopft allerdings die Straßen. Angeblich soll der Lieferverkehr in den Stoßzeiten für 80 Prozent aller Staus in Städten verantwortlich sein, obwohl er bisher nur 20 bis 30 Prozent des gesamten Verkehrs ausmacht. Tendenz steigend, meldet der Branchenverband der Kurier-, Express- und Paketdienste.

In Berlin werden einem Bericht der Morgenpost zufolge werktäglich mehr als 376.000 Pakete von etwa 2500 Lieferwagen zugestellt. Damit künftig weniger Diesel-Transporter durch die Kieze fahren, startet die Senatsverwaltung für Verkehr ein Pilotprojekt. Gemeinsam mit fünf Paketdiensten testet sie in einem Teil von Prenzlauer Berg, ob Lastenräder die letzte Wegstrecke der Lieferungen übernehmen können. Die Pakete und Päckchen werden in kleinen Depots zwischengelagert und dann per Cargobike an die Empfänger verteilt. Gute Idee, oder nicht? Da kann man nur hoffen, dass nicht dasselbe geschieht wie mit den Leihrädern, die dafür sorgen sollen, dass weniger Pkw durch die Stadt fahren: statt der Straßen blockieren sie die Gehwege.

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