Nachverdichtung in Friedrichshain-West
"Wir wollen, dass Wohnungen gebaut werden"

Friedrichshain-West soll beispielhaft für Bauvorhaben und Stadtentwicklung in anderen Gebieten des Bezirks sein. Zumindest in der Theorie.

Denn bisher existiert die Konzeptplanung für den Bereich vor allem auf dem Papier sowie in Form von Gesprächen mit verschiedenen Akteuren. Ab Februar soll es aber konkret werden. Geplant ist unter anderem eine öffentliche Versammlung.

In Friedrichshain-West entlud sich vor gut drei Jahren der Ärger wegen der geplanten Nachverdichtung der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM). Sie wollte an verschiedenen Stellen sogenannte Punkthochhäuser errichten (wir berichteten). Anwohner gingen dagegen auf die Barrikaden. Sie sahen unter anderem Beeinträchtigungen bei Licht, Luft und Sonne und verwiesen auf unzureichende Infrastruktur beim Zuzug vieler weiterer Neubürger. Damit erreichten sie einen vorläufigen Stopp des Bauvorhabens.

Teile des Gebiets wurden mit Bebauungsplänen versehen, eingegangene Bauanträge zurückgestellt. Es soll einen Neustart mit einer wirklichen Bürgerbeteiligung geben, wurde schon 2017 postuliert.

Konsens angestrebt

Das ließ einige Zeit auf sich warten, scheint aber jetzt so langsam in Fahrt zu kommen. Die Prämisse dabei: Eine ganzheitliche Betrachtung, weshalb bereits unterschiedliche Verwaltungen involviert sind, ebenso wie die WBM, die Mieterinitiative, aber auch weitere Interessierte. Koordiniert wird dies von mehreren Planungsbüros. Betrachtet werden soll sowohl der gesamte Raum, der vom Andreasviertel bis zum Barnimkiez reicht, als auch einzelne Quartiere gesondert. Das alles mit dem Ziel einer "qualitativen Fortentwicklung", die viele Facetten berücksichtigt.

Wobei sich die ursprüngliche Ausgangslage nicht verändert hat. "Wir wollen, dass dort Wohnungen gebaut werden", macht Baustadtrat Florian Schmidt (Bündnis90/Grüne) noch einmal deutlich. Nur wie das zunächst präsentiert wurde, "geht es auf keinen Fall". Vielmehr wird eine Art Ergebnis im weitgehenden Konsens angestrebt. Ob sich das erreichen lässt und in welchem Umfang, ist die spannende Frage, wenn es jetzt an den praktischen Aushandlungsprozess gehen soll.

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