Gedenken oder erholen? Die Linke denkt über zusätzlichen Feiertag in Berlin nach

Am 8. Mai jähren sich zum 73. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus.


Es wird Kranzniederlegungen und Gedenkveranstaltungen geben. Ansonsten ist das ein ganz normaler Arbeitstag. In zwei Jahren soll das in Berlin anders sein. Am 75. Jahrestag will der rot-rot-grüne Senat den 8. Mai zum einmaligen Feiertag machen. Vor allem bei der Linkspartei wird darüber nachgedacht, das auch nach 2020 beizubehalten.

Die Begründung dafür ist aber eher profan. Berlin hat neun Feiertage und damit weniger als die meisten anderen Bundesländer. Zum Vergleich: In Bayern sind es gleich vier Feiertage mehr. Das Ungleichgewicht soll zumindest etwas ausgeglichen werden. Leider ist dem bei aller Banalität nur schwer zu widersprechen.

Und der 8. Mai bietet einige Vorteile. Er liegt in einem Monat, der normalerweise ohnehin durch viele Unterbrechungen des Arbeits- und Geschäftslebens gekennzeichnet ist. Das beginnt am 1. Mai und geht weiter über Himmelfahrt bis zu Pfingstmontag. Außer wenn letzterer in den Juni fällt. Ein zusätzlicher freier Tag in diesem Umfeld eröffnet weitere Möglichkeiten, um mit wenigen Urlaubstagen länger Ferien machen zu können.

Aber geht es hier um Ferien? Doch wohl eher nicht. Dieser Tag gehört dem Gedenken. Und das würde schnell in den Hintergrund treten, wenn wir nur darauf bedacht sind, so viele Brückentage wie möglich zu erhaschen. Deshalb sehe ich die Idee eher kritisch.

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