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Unter Feuer: Grillen in Parks und die Auswirkungen

Ein Müllberg nach einem Wochenende im Volkspark Friedrichshain. Auch ein ausrangierter Grill ist zu erkennen.
Ein Müllberg nach einem Wochenende im Volkspark Friedrichshain. Auch ein ausrangierter Grill ist zu erkennen. (Foto: Thomas Frey)

Die zwölf Schafe, die zuletzt für große Aufmerksamkeit sorgten, sind nur das Ex-trembeispiel. Vor allem an Wochenenden ereilt Herden von Lämmern, Rindern oder ganze Hühnerfarmen ein ähnliches Schicksal.

Die Rede ist vom Massengrillen in Grünanlagen. Durch das gleich im Dutzend vorgesehene Hammelgaren am 6. Mai im Volkspark Friedrichshain (wir berichteten) wurde die Diskussion darüber erneut angefeuert.

Kaum wird es Frühling in Berlin, zieht es nicht nur Kleingruppen, sondern auch größere Familien- oder sonstige Verbände nach draußen, um gemeinsam Fleisch oder auch andere Lebensmittel auf die Glut zu setzen. Grundsätzlich ist das an mehreren Stellen auf bezirklichen Freiflächen erlaubt, etwa im Görlitzer Park und am Bunkerberg im Volkspark. Dort sollten auch die Schafe zum Verzehr fertig gemacht werden. Rund 150 Menschen wollten sie anlässlich eines kirchlich-orthodoxen Feiertags verspeisen.

Aber nicht nur durch solche Megaansammlungen sind die Grillplätze überlastet und werden von manchen auch gar nicht erst angesteuert. Deshalb steigt an warmen Tagen in vielen Parks und manchmal fast flächendeckend Rauch auf. Auch dort, wo das eigentlich nicht gestattet ist.

Parks sind überfüllt

Zum Ärger anderer Nutzer, nicht nur solchen, die diese Art von Essgenuss ablehnen. Jogger können nicht mehr durchatmen, für Kinder bleibt weniger Platz. Und gesundheitsförderlich sollen die Schwaden auch nicht sein.

Der Stress mit den Bruzzelfreunden verweist außerdem auf ein weiteres Problem. Die Grünanlagen sind insgesamt zu stark frequentiert. Auch die Müllberge, die Besucher hinterlassen, bezeugen das.

Griller, die sich nicht regelkonform verhalten, zu sanktionieren, ist aber schwierig. Deren bevorzugte Termine sind Sonnabend und vor allem Sonntag. An diesen Tagen sind die Kiezstreifen des Ordnungsamtes aber normalerweise nicht im Dienst. Ohnehin gibt es dort zu wenig Personal. Die Polizei greift vor allem dann ein, wenn die Lage zu eskalieren scheint. So wie bei der Hammelherde am 6. Mai. In diesem Fall müssen die Verursacher auch mit einem Bußgeld rechnen. Es kann im Höchstfall bis zu 5000 Euro betragen.

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