Langzeitarbeitslose im Fokus: neue Projekte sollen Zahlen weiter senken

In der neuen Werkhalle der Mietwäsche-Firma Greif: Lutz Neumann, Chef des Jobcenters, die Bürgermeisterin Birgit Monteiro und der Unternehmens-Chef Markus Greif.
  • In der neuen Werkhalle der Mietwäsche-Firma Greif: Lutz Neumann, Chef des Jobcenters, die Bürgermeisterin Birgit Monteiro und der Unternehmens-Chef Markus Greif.
  • Foto: Wrobel
  • hochgeladen von Karolina Wrobel

Lichtenberg. Die Arbeitslosenquote im Bezirk ist mit 8,2 Prozent nicht nur niedriger als im Berliner Durchschnitt, sondern auf einem historischen Tiefstand: trotz Zuzug von Arbeitslosen aus anderen Bezirken.

„Der Arbeitsmarkt in Berlin ist robust“, weiß Lutz Neumann. Der Chef des Lichtenberger Jobcenters freut sich: Dank der stabilen Wirtschaft gibt es mehr Jobs. Bis Mai dieses Jahres hat das Jobcenter 3300 Menschen in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt, im vergangenen Jahr waren es insgesamt 8500 Menschen – rund 1000 Menschen davon waren zuvor viele Jahre ohne Arbeit. Für die Bürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD) ist die aktuelle Arbeitslosenquote deshalb ein „Riesenerfolg“ – auch, weil sie deutlich unter dem Berliner Durchschnitt von 9,5 Prozent liegt. „Wir haben eine konstant sinkende Unterbeschäftigungsquote“, so Monteiro.

Doch viele Probleme bleiben, einige kommen neu hinzu. Nicht neu ist die Hilfebedürftigkeit von Alleinerziehenden. Sie machen noch immer mit 65,3 Prozent die größte Gruppe unter den Hartz-IV-Beziehern im Bezirk aus. Neu hingegen ist der Zuzug von Arbeitslosen. Im vergangenen Jahr zogen 359 Menschen aus neun Bezirken – darunter sind die Nachbarbezirke Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg – nach Lichtenberg. Die Bürgermeisterin wertet es als positiven Trend: „Es bedeutet, dass bei uns die Mieten niedriger sind.“

Viele Stellen in der Bezirksverwaltung werden frei

Mit neuen Kooperationen will der Bezirk nun noch mehr Menschen in Beschäftigung bringen. Dazu zählt nicht nur eine Job-Offensive der Bezirksverwaltung: Bis zum Jahr 2020 werden mehr als 400 Mitarbeiter altersbedingt ausscheiden. „Wir haben schon jetzt Bedarf an neuen Arbeitskräften und Auszubildenden“, sagt Monteiro. Zudem soll ein neues Projekt arbeitslose Eltern ansprechen. Hier sollen Unternehmen in Schulen Jobmöglichkeiten besser kommunizieren. „Passende Berufe mit den jeweiligen Menschen zusammenzubringen bleibt eine Herausforderung“, bilanziert die Bürgermeisterin. Das bestätigt auch der Unternehmer Markus Greif. Derzeit baut er in der Pablo-Picasso-Straße die größte Wäscherei Deutschlands. Sie wird im April 2017 voll in Betrieb gehen. Neue Mitarbeiter in der Produktion würden aber schon ab Oktober dieses Jahres gebraucht. Doch diese zu finden, sei schwierig, sagt Markus Greif. KW

Autor:

Karolina Wrobel aus Lichtenberg

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

SozialesAnzeige

Online den richtigen Partner finden: Herzklopfen-berlin.de
Die Liebe hält keinen Winterschlaf – mit richtigem Dating den Traumpartner finden

Im Winter verlagert sich das Leben nach drinnen. Das gilt in diesem Jahr besonders. Wenn es draußen kalt und dunkel wird, freut man sich umso mehr auf ein warmes Zuhause. Mit einem Glas Wein oder einem heißen Kakao, einem guten Buch in der Hand oder einem schönen Film im Fernsehen – während vor den Fenstern die Lichter der Hauptstadt leuchten oder sogar ein paar Schneeflocken vorbeiwirbeln. Was es gäbe es da schöneres, als das Glück eines entspannten Winterabends auf dem Sofa oder im Bett mit...

  • Schöneberg
  • 21.12.20
  • 601× gelesen
KulturAnzeige
2 Bilder

Im Mauerpark soll ein Park- und Kulturzentrum entstehen
Nutzer/in zum Sommer 2021 gesucht für Park- und Kulturzentrum „Kartoffelhalle“ im Mauerpark

In der Erweiterung des Mauerparks soll in einem ehemaligen Gewerbebau ein Park- und Kulturzentrum entstehen, welches ein für jedermann zugänglicher Ort der Erinnerung, Kultur und Begegnung im Mauerpark werden soll. Neben einer Attraktion für Besucher*innen soll die Kartoffelhalle im Wesentlichen auch einen multifunktionalen Treffpunkt für die Anwohner*innen aus der näheren Umgebung bieten. Hierfür wird das Gebäude aktuell im Rahmen der Sanierung für eine Nutzung als Park- und Kulturzentrum...

  • Mitte
  • 22.12.20
  • 941× gelesen

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen