Schulen werden 2020 sauberer
Marzahn-Hellersdorf rechnet mit 300 000 Euro zusätzlich für die Tagesreinigung

Die Rudolf-Virchow-Oberschule gehörte zu den fünf Schulen in Marzahn-Hellersdorf, an denen in diesem Jahr für zwei Monate die Tagesreinigung ein einem Modellprojekt erprobt wurde.
  • Die Rudolf-Virchow-Oberschule gehörte zu den fünf Schulen in Marzahn-Hellersdorf, an denen in diesem Jahr für zwei Monate die Tagesreinigung ein einem Modellprojekt erprobt wurde.
  • Foto: hari
  • hochgeladen von Christian Sell

Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses will sieben Millionen Euro zusätzlich in die Reinigung der Berliner Schulen investieren. Noch muss das Abgeordnetenhaus zustimmen. Der Bezirk rechnet aber mit einem Anteil von 300 000 Euro.

Schulstadtrat Gordon Lemm (SPD) hat bereits zwölf Schulen aus dem Bezirk vorgeschlagen, die in den Genuss dieses zusätzlichen Service kommen sollen. Derzeit würden die Verträge mit den Reinigungsunternehmen geprüft, um dann neue Vereinbarungen für 2020 abschließen zu können, sagt die zuständige Stadträtin Juliane Witt (Linke). Wie hoch der Anteil aus den sieben Millionen für Marzahn-Hellersdorf sein wird, ist noch offen. Nicht alle Bezirke werden aufgrund der bestehenden Verträge schon in 2020 Mittel ausgeben können, weil sie erst Kündigungsfristen abwarten müssen.

„Wenn die Summe auf zwölf Bezirke verteilt werde, könnten es rund 580 000 Euro für uns sein“, erklärt Witt. Sicher seien rund 300 000 Euro für Marzahn-Hellersdorf. Mit einer festen Zusage rechnet Witt im Februar oder März 2020.

Bereits Mitte des Jahres hatte der Bezirk die Tages- und Bedarfsreinigung am Melanchthon-Gymnasium, an der Rudolf-Virchow-Oberschule, der Selma-Lagerlöf-Grundschule, der Kiekemal-Grundschule und der Grundschule am Schleipfuhl für zwei Monate in einem Modellprojekt erproben lassen. Das Ergebnis sei erfreulich gewesen und habe Lernerfolg

Ziel ist es, dass neben der Reinigung in den Abend- oder Morgenstunden auch im Laufe des Tages Reinigungspersonal in den Schulen arbeitet. Gedacht ist an einen Zeitraum von sechs Stunden täglich, sodass auch aif sogenannte Spontanverschmutzungen reagierr werden kann. Momentan greifen die Lehrkräfte oft selbst zum Putzeimer, wenn in der Aula oder im Klassenraum eine Schweinerei passiert ist. Die Tagesputzkräfte sollen aber auch generell die Sauberkeit in den Schulen erhöhen: Sanitäranlagen regelmäßig checken und reinigen, Mülleimer leeren, gerade im Winter und bei Regen den Eingangsbereich sauber halten.

Auch wenn an einigen Schulen im Bezirk im kommenden Jahr die Tagesreinigung eingeführt werden kann, eine Hürde sieht Juliane Witt noch: Wenn in Berlin auf einen Schlag für sieben Millionen Auftragsvolumen Putzunternehmen gesucht werden, dürfte das Angebot an Putzkräften knapp werden.

Autor:

Corina Niebuhr aus Kreuzberg

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