AUSBILDUNG UND STUDIUM
Gefahren, Krisen, Notfälle - Studium bereitet auf den Ernstfall vor

Henrik Cordsen studiert „Management in der Gefahrenabwehr“ an der FOM und arbeitet bei der Bundeswehr als Brandmeister. | Foto:  Privat
  • Henrik Cordsen studiert „Management in der Gefahrenabwehr“ an der FOM und arbeitet bei der Bundeswehr als Brandmeister.
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Weiterbildung erfordert Mut und einen gewissen Willen – Henrik Cordsen hat beides: Er ist ausgebildeter Informatiker und hat sich nach einer weiteren Ausbildung als Brandmeister bei der Bundeswehr noch für den Bachelor-Studiengang „Management in der Gefahrenabwehr“ an der FOM Hochschule in Berlin entschieden.

Schon als kleiner Junge haben Henrik die Feuerwehrautos mit den lauten Sirenen und dem Blaulicht fasziniert. Dass er aber irgendwann Brandmeister bei der Bundeswehr sein würde, hätte er nicht gedacht. Nach seinem Schulabschluss entschied er sich zunächst für eine Ausbildung zum Informatiker: „Nach der Ausbildung war es für mich schon eine Überwindung noch mal eine zweite Berufsausbildung zu beginnen.“ Aber er wollte raus, nicht nur am Schreibtisch sitzen. Ihm war klar: Das kann es noch nicht gewesen sein.

Obwohl ihm eine handwerkliche Ausbildung fehlte, wurde Henrik für die Laufbahn des Brandmeisters bei der Bundeswehr zugelassen. Nach einer 18-monatigen Ausbildung mit vielen verschiedenen Stationen in ganz Deutschland landete er in seiner „Wunsch-Feuerwache“ in Glücksburg. „Ich bin wirklich froh darüber, dass das alles so funktioniert hat.“ Doch der 28-jährige Flensburger ist immer noch nicht an seinem Ziel angekommen. Er entschied sich für den hybriden Bachelor-Studiengang „Management in der Gefahrenabwehr“, der online im Digitalen Live-Studium und am FOM Hochschulzentrum in Berlin stattfindet. Einmal im Semester fährt er für eine Präsenzphase zum Hochschulzentrum nach Berlin, ansonsten lernt er im Digitalen Live Studium: „Für mich war das Zeitmodell einer der ausschlaggebenden Punkte, mich für das Studium an der FOM Hochschule zu entscheiden.“

In der ersten Präsenzwoche lernten die Studierenden beispielsweise Krisenkommunikation anhand einer praktischen Übung: „Es ging im Kern darum, Informationen einzuordnen, das Handeln bei fehlenden Informationen abzuwägen und zu reflektieren. Das war sehr spannend und hat mir wirklich Spaß gemacht.“ Gerade im Bereich der Gefahrenabwehr sei der Theorie- und Praxis-Transfer von großer Bedeutung, erzählt Henrik. Die Lehrenden an der FOM sind aus der Praxis und können gute und vor allem realitätsnahe Beispiele liefern. Henrik freut sich auf die kommenden Module wie „Safety & Security im Einsatz“ oder „Aufbau und Leitung von Krisenstäben“. Sein neues Ziel hat er stets im Auge: er möchte Oberbrandinspektor im gehobenen Dienst werden. Er hofft, dass sich die Bundeswehr zum Zeitpunkt seines Abschlusses, in Bezug auf die Anerkennung des Abschlusses als Qualifikation für die Laufbahnausbildung im gehobenen Dienst, den meisten Berufsfeuerwehren angeschlossen hat, sodass der weitere Verbleib bei der Bundeswehr für ihn in Frage kommt. RR

Weitere Infos dazu unter www.fom.de.

Autor:

Ratgeber-Redaktion aus Mitte

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