Windeln und Strampler
Im Frauenzentrum Evas Arche werden Welcome-Baby-Bags gepackt

Projektleiterin Amelie Schwermer (Mitte) mit den ehrenamtlichen Helfern Mia Linthe (links) und Chrisa Tzotzi.
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  • Projektleiterin Amelie Schwermer (Mitte) mit den ehrenamtlichen Helfern Mia Linthe (links) und Chrisa Tzotzi.
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Das Projekt „Welcome-Baby-Bags“ vom Ökumenischen Frauenzentrum Evas Arche in der Großen Hamburger Straße 28 hilft seit 2015 Müttern aus Fluchtfamilien mit der Erstausstattung für Neugeborene. Jetzt finanziert die für das Gesundheitswesen zuständige Senatsverwaltung das Hilfsprojekt für die kommenden drei Jahre mit jährlich 45 000 Euro.

Als Initiative für Geflüchtete gestartet, kümmert sich das „Welcome-Baby-Bags“-Team ab 2020 auch um alle Frauen beziehungsweise Mütter, die in einer akuten Notsituation stecken. Das sind neben Flüchtlingen auch Obdachlose und andere Hilfebedürftige. Um für die ersten zwei Wochen nach der Geburt ausgerüstet zu sein, bekommen die Betroffenen die Babytaschen mit wichtigen Sachen.

Evas Arche kooperiert dabei mit bezirklichen Schwangerenberatungen oder Beratungsstellen von Trägern wie dem Diakonischen Werk, den Babylotsen, Jugend- und Gesundheitsämtern oder Not- und Gemeinschaftsunterkünften. Die Babytaschen werden von den 20 ehrenamtlichen Helfern nicht auf blauen Dunst gepackt, sondern nach konkreter Bestellung für die von den Beratungsstellen jeweils angemeldeten Klienten.

In die Tasche kommen 45 Artikel für die erste Tage nach der Geburt, wie Projektleiterin Amelie Schwermer sagt. Das sind mit Hebammen abgestimmte Sachen wie Windeln, Stilleinlagen, Feuchttücher, Handtuch, Kosmetikzeug, Strampler oder Spielzeug. Den Inhalt bekommt das Baby-Projekt von Evas Arche von Firmen, die zum Beispiel B-Ware spenden oder von Privatleuten, die gut erhaltene Kleidung vorbeibringen. Mit den Geldspenden werden neben Hygieneartikeln auch die blauen und roten Taschen gekauft. Ein Team aus 20 Ehrenamtlichen sortiert die Spenden und packt die Taschen. 2019 wurden 825 Welcome-Baby-Bags ausgegeben, 2018 waren es 771. Die Taschen sollen über die ersten Tage helfen, bis das Sozialamt mit weiteren Hilfen einsteigt.

Viele Frauen würden die Schwangerschaft verdrängen und es versäumen, sich rechtzeitig um Hilfe zu kümmern, so Schwermer. Vor allem für die ist das Projekt gedacht. „Die Welcome-Baby-Bags geben Familien eine Chance, in den ersten Lebenswochen des Neugeborenen Fuß zu fassen und in ein selbstbestimmtes Leben mit ihren Kindern zu starten“, sagte Dilek Kalayci, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, bei der Auftaktveranstaltung zur Förderung. „Wir alle in Evas Arche sind überaus froh, dass es nun gelungen ist, für die Welcome-Baby-Bags eine Grundfinanzierung über einen längeren Zeitraum sicherzustellen und damit erstmals eine größere Projektsicherheit und Planbarkeit zu haben“, so Ute Einicke, Geschäftsführerin von Evas Arche.

Privatpersonen können allerdings nicht einfach so eine Babytasche von Evas Arche bekommen. Bei solchen Anfragen werden Frauen an die Beratungsstellen verwiesen, die sich dann um eine Bestellung kümmern. Damit das Projekt die richtigen Spenden bekommt, teilt das Team unter anderem auf seiner Internetseite https://welcomebabybags.de mit, was gerade benötigt wird. Derzeit werden dringend große Duschhandtücher, Kapuzenhandtücher und Strampler Größe 50 bis 68 und bald wieder Winteroveralls und -jacken bis Größe 68 sowie Strumpfhosen gesucht.

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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