Die "Berliner Toilette" kommt
Neue WC-Anlagen an zwei U- und zwei S-Bahnhöfen in Planung

Nachdem die Berliner 2018 um die öffentlichen Toiletten auf Plätzen und an Straßen gebangt haben, steht inzwischen fest: Die Firma Wall betreibt sie weiter. In Neukölln stehen jedoch einige Änderungen an: Vier Standorte fallen weg, sieben neue kommen hinzu.

Das teilte Bürgermeister Martin Hikel (SPD) kürzlich mit. Momentan gebe es in Neukölln 16 Wall-WCs. Die meisten von ihnen würden nach und nach durch die neue „Berliner Toilette“ ausgetauscht. Sie präsentiert sich nicht mehr mit abgerundeten Ecken, sondern kantig, im schlicht-grauen Design.

Die modernen Kabinen sind zu hundert Prozent barrierefrei. Wie gewohnt, können Behinderte sie dank des Euroschlüssel-Systems kostenfrei nutzen, alle anderen zahlen 50 Cent. Eine eigens entwickelte App fürs Smartphone macht eine bargeldlose Zahlung möglich und zeigt den Weg zum nächstgelegenen stillen Örtchen.

„Während der zweijährigen Aufbauphase wird es zu keiner Versorgungslücke kommen“, so Hikel. Der Senat, Vertragspartner der Firma Wall, habe dafür gesorgt, dass die alten Toiletten erst dann abgebaut würden, wenn die neuen stehen.

Auf folgende vier Anlagen werde „wegen geringer Auslastung“ künftig verzichtet, informiert der Bürgermeister weiter: Ecke Thomasstraße und Lessinghöhe, Ecke Kranoldplatz und Bendastraße, Ecke Buschkrugallee und Blaschkoallee sowie Lieselotte-Berger-Platz. Im Gegenzug werden auf Vorschlag des Bezirksamts fünf neue Anlagen gebaut: an den S-Bahnhöfen Neukölln und Hermannstraße, an den U-Bahnhöfen Parchimer Allee und Grenzallee sowie am Britzer Damm, nahe dem Friedhof Koppelweg und dem Gutspark. Zwei weitere Toiletten kommen ab 2021 im Zuge der „verbesserten Versorgung“ hinzu, zu der sich Wall verpflichtet hat. Die Standorte sind am Rudower Buchsbaumweg, Ecke Köpenicker Straße, und am Körnerpark.

Stadtweit soll die Zahl der vollautomatischen Anlagen bis Ende kommenden Jahres von 172 auf 190 steigen. Nimmt man alle anderen Toilettenarten hinzu – vom Café Achteck bis zu WC-Centern –, werden es 281 statt bisher 257 sein. Im zweiten Schritt ist der Ausbau auf 366 stille Örtchen bis zum Jahr 2022 geplant.

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