Shoppingmall oder kleinteiliger Handel?
Bericht zum Online-Bürgerdialog „Pankower Tor“ liegt vor

Bis sich auf dem einstigen Güterbahnhof die Kräne drehen, wird noch einige Zeit vergehen. So lange bleibt die Fläche eine Brache.
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  • Bis sich auf dem einstigen Güterbahnhof die Kräne drehen, wird noch einige Zeit vergehen. So lange bleibt die Fläche eine Brache.
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Welche Ideen haben die Pankower für das Projekt Pankower Tor? Welche Themen werden kontrovers diskutiert? Das und mehr ist jetzt im Online-Bürgerdialog zu erfahren.

Vor etwas mehr als einem Jahr schlossen das Bezirksamt und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen mit der Krieger Handel SE für das Projekt Pankower Tor eine Grundsatzvereinbarung ab. In dieser bekräftigten sie ihr gemeinsames Ziel, auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs ein lebendiges Quartier zu schaffen. Das Areal direkt am S- und U-Bahnhof Pankow erstreckt sich entlang der Bahntrasse und der Granitzstraße, von der Mühlenstraße über die Berliner Straße hinaus bis zum S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf und der Prenzlauer Promenade. Ab 2021 soll auf dieser riesigen Stadtbrache ein neues Stadtquartier entstehen.

Bis zum Baubeginn wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Denn bis dahin sind noch etliche Untersuchungen erforderlich und Planungsschritte zu gehen. Um das Baurecht zu erlangen, müssen außerdem der Flächennutzungsplan Berlins geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Weiterhin ist in einem konkurrierenden Workshop-Verfahren ein städtebaulicher Masterplan für das Gebiet zu entwickeln.

Damit aber die Pankower schon von Beginn der konkreteren Planungen an über das Vorhaben informiert werden und ihre Anregungen, Meinungen und Wünsche äußern können, veranstalteten Bezirksamt, Senat und Investor zunächst eine Bürgerinformationsveranstaltung in die Hoffnungskirche. Daran schloss sich ein Online-Dialog an. Dessen Ergebnisse liegen nun vor. Online diskutiert wurde unter anderem über Fragen, wie: Soll es eine Shoppingmall oder eher kleinteiliger Einzelhandel geben? Wünschen sich die Pankower über das Gelände einen Radschnellweg oder lieber einen breiten Grünstreifen? Und wie lässt sich ein autoarmes Quartier realisieren, das aber dennoch gut erschlossen ist?

Insgesamt kamen über 600 Beiträge und Kommentare zusammen, informiert die Krieger Handels SE, die diesen Online-Dialog von der Agentur Zebralog moderieren und auswerten ließ. Im nun vorliegenden Bericht offenbaren sich nicht nur zahlreiche Ideen, es wurden auch Kontroversen deutlich. Neben Verkehrsfragen waren alternative Einzelhandelsstandorte und mögliche Schulstandorte, bezahlbarer Wohnraum, der Schutz der Artenvielfalt oder der Ausbau der Tramtrasse wichtige Themen.

Viele der kontrovers diskutierten Punkte werden aktuell zwischen der Krieger Handel SE und dem Land Berlin abgestimmt. Das betrifft unter anderem Fragen der verkehrlichen Erschließung. Dazu laufen aktuell weitere Untersuchungen. Wegen der notwendigen Prüfungen verschiebt sich auch der ursprüngliche Zeitplan weiter. Erst wenn in den jeweiligen Fachplanungen Lösungen in Sicht sind, geht es mit einem Workshop-Verfahren weiter, in dem Architekt- und Planungsteams einen Masterplan entwickeln sollen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Krieger Handels SE und des Bezirksamts. Die Krieger Handel SE und das Land Berlin nutzen die Ergebnisse des Bürgerdialogs derzeit, um eine Auslobung für das Workshop-Verfahren vorzubereiten. Dieses Verfahren soll in der zweiten Jahreshälfte starten. Dann soll auch der Bürgerdialog weitergeführt werden.

Die Auswertung des Online-Dialogs findet sich auf https://bwurl.de/14cv, Infos zum Beteiligungsprozess auf www.pankower-tor.de.

Bis sich auf dem einstigen Güterbahnhof die Kräne drehen, wird noch einige Zeit vergehen. So lange bleibt die Fläche eine Brache.
So lange nicht alle Untersuchungen abgeschlossen und ein Masterplan beschlossen wurde, wird die Info-Box am Bahnhof Pankow weiter kaum genutzt.

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