Grüne Politikerin fordert Lärmausgleichsfonds für Pankow

Cordelia Koch (hinten, zweite von rechts) unterhielt sich mit Lehrern und Schülern der Schule Eins über die Fluglärmbelastung.
  • Cordelia Koch (hinten, zweite von rechts) unterhielt sich mit Lehrern und Schülern der Schule Eins über die Fluglärmbelastung.
  • Foto: privat/Cordelia Koch
  • hochgeladen von Bernd Wähner

Pankow. Der Fluglärm stellt nicht nur eine Belastung für Bewohner, sondern auch für Schüler dar, deren Schulgebäude sich in der Einflugschneise nach Tegel befindet.

Zu dieser Erkenntnis kommt Cordelia Koch, die Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, nach einer Lärmmessung auf der Gelände der Schule Eins sowie nach Gesprächen mit Schülern und Schulleitung. Unterstützt von Christian Kolling, Vorstandsmitglied des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) Nordost, führte sie eine Lärmmessung in einer ruhigen Schulhofecke der Bildungseinrichtung an der Hadlichstraße durch.

„Unsere Messung ergab 77 Dezibel“, berichtet sie. „Und das war an einem bedeckten Tag, an dem die Wolkendecke den Geräuschpegel erheblich minimierte. Richtig laut wird es an sonnigen Tagen, wenn bei Ostwind die Flugzeuge von Tegel über Pankow starten.“ Schulleitung und Lehrer bestätigen Cordelia Koch: Der Fluglärm stellt eine Belastung dar. Die Schüler nehmen den Fluglärm aber eher weniger wahr. Wenn Hofpause ist, gibt es sowieso viel Lärm auf dem Schulhof. Da stört der Fluglärm kaum. Im Unterricht konzentrieren sich indes die meisten Schüler und blenden den Fluglärm aus.

Auch wenn die Schüler den Lärm nicht bewusst wahrnähmen, beeinflusse er sie, erklärt Cordelia Koch. Laut Norah-Studie zu den „Wirkungen chronischer Fluglärmbelastung auf kognitive Leistungen und Lebensqualität bei Grundschulkindern“ wirke sich der Lärm vor allem auf die Leseleistung der Schüler aus, so die Grünen-Politikerin.

Eigentlich sollte sich das Thema Fluglärm in der Einflugschneise nach Tegel schon längst erledigt haben. Aber die Eröffnung des BER und damit die Schließung Tegels lassen seit vielen Jahren auf sich warten. Deshalb sagt Koch: „Es geht einfach nicht, dass die Menschen mit dem Fluglärm allein bleiben. Er schädigt unsere Gesundheit und sie behindert die Kinder in ihrer Entwicklung. Wir brauchen einen Lärmausgleichsfonds, aus dem Projekte finanziert werden, die die Lebenssituation der Pankower verbessern.“ Am Bahnhof Pankow sind es übrigens tagsüber 80 Dezibel, wenn ein Flugzeug Richtung Tegel fliegt.

Für alle, die Lärmmessungen vornehmen und etwas gegen Verkehrslärm jeder Art unternehmen möchten, hat der VCD übrigens einen Lärmaktionskoffer zusammengestellt. Dieser kann ausgeliehen werden. Nähere Informationen dazu auf http://asurl.de/130q. BW

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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