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Standorte sollen bleiben: Informationen über Sehenswertes im Bezirk

Eine Stele des Touristischen Wegeleitsystems steht auch am Rathaus Pankow. 
Eine Stele des Touristischen Wegeleitsystems steht auch am Rathaus Pankow.  (Foto: Bernd Wähner)

Seit 2005 sind sie an für Touristen interessanten Orten im Bezirk zu finden: Die Stelen des Touristischen Wegeleitsystems. Sie stehen an der Kulturbrauerei und am Zeiss-Großplanetarium, am Schloss Schönhausen und am Weißen See. Doch sie sind in Gefahr.

In Wort und Bild weisen die Infostelen auf die Geschichte und die Besonderheiten des jeweiligen Ortes und der Umgebung hin. Aufgestellt wurden sie auf Grundlage eines Rahmenvertrages, den die Firma Wall AG mit dem Land Berlin abschloss. Das Pankower Bezirksamt entschied sich seinerzeit, mit diesem Rahmenvertrag im Rücken, ein solches Wegeleitsystem mit insgesamt 28 Stelen zu installieren.

Der Bezirk wurde bei Touristen immer beliebter. Pankow-Besucher, aber auch die dort Ansässigen sollten über informative Stelen mehr über die Sehenswürdigkeiten der Umgebung erfahren können.

Werbung gegen Information

Damit das System installiert werden konnte, traf der Bezirk mit der Wall AG entsprechende Vereinbarungen. Als Gegenleistung erhielt das Unternehmen die Genehmigung, Großwerbetafeln aufzustellen. Vereinbart wurde vor allem auch, dass sich die Wall AG um die Wartung der Stelen kümmert – ein ähnlicher Deal wie der berlinweite mit den City-Toiletten. 

Doch der bisherige Rahmenvertrag mit der Wall AG und damit auch der Bezirks-Vertrag wurden zum 31. Dezember 2018 gekündigt. Der Grund: Das Land Berlin plant, ein eigenes, vom Erscheinungsbild einheitliches Wegeleitsystem aufzubauen, und zwar in allen Bezirken. Dafür ist bereits ein Gestaltungswettbewerb initiiert worden. Die Installation soll spätestens 2019 erfolgen.

Die Pankower Verordneten möchten aber, dass die Standorte der bisherigen Stelen im Bezirk auch weiterhin genutzt werden. Außerdem sprechen sie sich dafür aus, dass auch die Inhalte der Stelen erhalten bleiben. Diese sind schließlich so gestaltet, dass sie auch für ein neues touristisches Stadtinformationssystem genutzt werden könnten. Deshalb soll sich das Bezirksamt bei der Wall AG, dem Senat und bei demjenigen, der mit der Installation des neuen Systems beauftragt wird, für den Erhalt der Standorte und Inhalte einsetzen. Diesen Beschluss fasste die Pankower Bezirksverordnetenversammlung.

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